Nassauische Heimstätte - Al-Wazir verteidigt Anhebung SPD kritisiert Erhöhung der Mieten

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Wiesbaden. Die SPD-Fraktion im hessischen Landtag kritisiert die Mieterhöhung bei der Nassauischen Heimstätte mitten in der Corona-Krise. Das landeseigene Wohnungsunternehmen müsse die zum Jahresbeginn für einen Teil der Mieter ausgesprochenen Erhöhungen um bis zu 15 Prozent zurücknehmen, forderte die Abgeordnete Elke Barth am Mittwoch in Wiesbaden. Die Nassauische Heimstätte sei zu Beginn der Pandemie 2020 mit gutem Beispiel vorangegangen, indem sie auf Erhöhungen sowie Kündigungen verzichtet und Stundungen angeboten habe.

„Sozial ausgewogen“

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Nach wie vor hätten viele Menschen Sorgen, sagte Barth. §in öffentliches Wohnungsunternehmen müsse Verantwortung übernehmen. „Mieterhöhungen zum jetzigen Zeitpunkt widersprechen dem Gedanken der sozialen Verantwortung, sie sind geradezu unmoralisch.“

Ein Türschild der Nassauischen Heimstätte in Frankfurt. © dpa

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) nannte die Erhöhung dagegen „sozial ausgewogen“. Die durchschnittlichen Mieten der Nassauischen Heimstätte gehörten zu den niedrigsten in ganz Hessen. Die Wohnungsgesellschaft sei auf Einnahmen angewiesen, um weiter in den sozialen Wohnungsbau zu investieren und um ihren Bestand bis 2050 klimaneutral zu machen.

Al-Wazir erinnerte daran, dass sich alle Mieterinnen und Mieter, die wegen der aktuellen Situation ihre Miete nicht fristgerecht zahlen können, an ein Servicecenter wenden könnten. Dann werde eine individuelle Lösung gesucht. Der Minister ist Vorsitzender des Aufsichtsrates bei der Nassauischen Heimstätte. lhe