Soziales - Stadt Frankfurt erhöht Hilfsangebote Sorge um Obdachlose nimmt zu

Von 
lhe
Lesedauer: 

Frankfurt. Angesichts klirrender Kälte hat unter anderem die Stadt Frankfurt ihre Hilfsangebote für obdachlose Menschen verstärkt. Doch nicht alle können oder wollen beispielsweise die Notschlafstelle in einer U-Bahn-Station in der Frankfurter Innenstadt aufsuchen. „Unsere Sorge sind die, die sich selber nicht versorgen können, etwa wegen psychischer Erkrankungen, und die ihren Platz gar nicht verlassen“, sagte Christine Heinrichs vom Frankfurter Verein für soziale Heimstätten der Deutschen Presse-Agentur. Gerade unter denjenigen, die auch jetzt im Freien übernachteten, litten viele unter psychischen Erkrankungen.

AdUnit urban-intext1

Gleichzeitig beobachten Sozialarbeiter angesichts der derzeitigen Minusgrade, dass viele Menschen „auf jeden Fall“ mehr hinsehen auf die Armut in ihrer Umgebung. „Letzte Nacht haben wir 30 Aufträge abgearbeitet“, sagte Heinrichs über die Arbeit des Frankfurter Kältebusses, dessen Mitarbeiter Obdachlose an ihren Schlafplätzen aufsuchen, mit Schlafsäcken, Decken und heißen Getränken. „Das sind Rückmeldungen von Bürgern, die jemanden im öffentlichen Raum gesehen haben und nicht sicher sind, ob der gerüstet ist für die Nacht.“

Die Kälte ist für die obdachlosen Menschen lebensbedrohend. © dpa

Zudem halte sich eine zunehmende Zahl obdachloser Menschen am Flughafen auf. „Da ist es beheizt, da gibt’s viel frei Fläche, weil es im Moment wenig Passagiere gibt“, so Heinrichs. Sozialarbeiter berichteten, dass sie dort mehr Leute betreuen, nicht nur aus Frankfurt, sondern auch aus anderen Städten. lhe