Verkehr - Geräumte Flächen gehen an Baugesellschaft über Rodungen an A 49 liegen im Zeitplan

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Baumstümpfe stehen nach dem Ende der Rodungen auf der A 49-Trasse. © dpa

Homberg/Ohm. Nach den Rodungen für den Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen steht zum 1. März die Übergabe der vorbereiteten Flächen an die Bau- und Betreibergesellschaft bevor. Den Zeitplan werde man voraussichtlich einhalten können, falls nicht, werde es eine Einigung mit dem Auftragnehmer geben, sagte ein Sprecher der Projektgesellschaft Deges der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit liefen noch letzte Nacharbeiten wie das Entasten und der Abtransport gerodeter Baumstämme.

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Ende Februar endet die Fällperiode, die wegen der Brut- und Setzzeit von Tieren von 1. Oktober bis 28. Februar läuft. Für das Projekt war die A 49 Autobahngesellschaft mbH & Co. KG gegründet worden, an der ein Tochterunternehmen des österreichischen Baukonzerns Strabag sowie die Meridiam Investments SAS zu je 50 Prozent beteiligt sind. Es handelt sich um ein Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft mit einer Laufzeit von 30 Jahren seit 1. September 2020.

Zuletzt hatte die Polizei Plattformen und Barrikaden im Maulbacher Wald nahe Homberg/Ohm (Vogelsbergkreis) geräumt, die Umwelt- und Klimaschützer dort errichtet hatten. Im Maulbacher Wald sowie im nahe gelegenen Dannenröder Forst und im Herrenwald bei Stadtallendorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) waren Bäume für den Weiterbau der Autobahn 49 gefällt worden. Die A-49-Gegner halten das Autobahnprojekt für verfehlt, weil es einer umweltfreundlichen Verkehrswende entgegenstehe. Die A 49 soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. lhe