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Verkehr - Wasserstoffzug fahrplanmäßig im Einsatz

Probebetrieb auf der Zollernalb

Von 
Lsw
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Hechingen. Pünktlich abgefahren, etwas zu spät angekommen: Mit einer Premierenfahrt am Montag ist erstmals im Südwesten ein Wasserstoffzug in einen fahrplanmäßigen Einsatz gestartet. Der Zug Coradia iLint der Firma Alstom soll nach Angaben der Netzbetreiberin, der landeseigenen Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG, voraussichtlich bis Ende Februar vor allem zwischen Sigmaringen, Hechingen und Eyach unterwegs sein. Was allerdings fehlt, ist ein Betrieb vor Ort, der den Treibstoff für den Zug herstellen könnte.

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Nach Angaben des baden-württembergischen Verkehrsministeriums wird der Wasserstoff für den Probebetrieb des Regionalzugs daher von der Firma Air Liquide per Lastwagen geliefert. Dieser ist zwar als „grün“ zertifiziert, wird also mit erneuerbaren Energien hergestellt, aber letztlich auf der Straße an sein Ziel transportiert. Weil ein erster Lieferant während der achtmonatigen Probephase nicht ausreichend Lastwagen bereithalten konnte, verzögerte sich das Projekt nach Angaben des Ministeriums um gut zweieinhalb Monate.

Test auf Alltagstauglichkeit

Das erste Mal ist im Südwesten ein Wasserstoffzug im Regelbetrieb. © dpa

In anderen Bundesländern waren Wasserstoffzüge schon fahrplanmäßig in Betrieb, in Baden-Württemberg ist das Projekt eine Premiere. Dass die Bahnen ohne Abgase und leiser fahren, sei „ein Plus für die Anwohner“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Aus dem Probebetrieb auf der Zollernalbbahn erhofft sich das Verkehrsministerium Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit von Zügen mit Wasserstoffantrieb – gerade auf Strecken mit Steigungen und im Winter teils schwierigen Wetterverhältnissen. Ob der iLint auch dauerhaft auf den Strecken der Zollernalbbahn zum Einsatz kommen könnte, soll nach dem Probebetrieb entschieden werden. Laut Alstom kommt bei dem Projekt nicht der aktuelle Stand der Technik zum Einsatz, sondern ein Prototyp. Dessen Reichweite ist mit 500 Kilometern pro Tank nur halb so groß wie die der Serienfahrzeuge, das Unternehmen nach eigenen Angaben bald für den Regelbetrieb nach Niedersachsen und Hessen liefern will. lsw

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