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Starkregen - 51 Städte und Gemeinden mit Konzept

Nur wenige Kommunen vorbereitet

Von 
Christoph Link
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Stuttgart. Nach der Unwetterkatastrophe von Braunsbach hatte auch die Landesregierung in Stuttgart 2016 reagiert und den Städten und Gemeinden sowohl einen Leitfaden zum Starkregenrisikomanagement an die Hand gegeben als auch ein Förderprogramm aufgelegt. Gefördert werden Städte und Gemeinden, die sich mit dem Thema befassen, mit Zuschüssen in Höhe von 70 Prozent der Kosten. Bezuschusst wird ein Gesamtkonzept, zu dem die Erstellung von örtlichen Starkregengefahrenkarten, eine Risikoanalyse und ein Handlungskonzept gehören. So geht es um die Information der Bürger und der Unternehmen über die Risiken im Ort, die Flächenplanung sowie um bauliche Veränderungen, mit denen sich beispielsweise das Wasser außerhalb von Orten zurückhalten oder „schadensfrei“ ableiten lässt. Auch dafür gibt es Fördergeld.

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Angesichts der Aufgaben und der Zahl von 1100 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg mutet die Zahl der Förderbescheide allerdings eher bescheiden an: Rund 2,5 Millionen Euro sind als Fördermittel für 51 fertig gestellte Konzepte zur Verfügung gestellt worden, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums in Stuttgart auf Anfrage dieser Redaktion.

„Ganz gute Quote“

Für weitere 163 Konzepte seien die Fördermittel bewilligt, acht weitere Anträge seien bereits gestellt. „In der Tat rufen wir dazu auf, dass sich mehr Kommunen über unser Angebot mit der Starkregenproblematik auseinandersetzen“, ergänzte der Sprecher des Ministeriums. Aber, dass 20 Prozent der Städte und Gemeinden dabei seien sei schon „eine ganz gute Quote“. „Dass Kommunen keine Fördergelder beantragen, heißt ja nicht automatisch, dass sie das Thema nicht auf dem Schirm haben.“

Eine Zahl zum Vergleich der 2,5 Millionen Euro fürs Starkregenmanagement nennt das Umweltministerium auch: So stellt das Land jährlich Mittel für den technischen Hochwasserschutz und ökologische Maßnahmen an den landeseigenen Gewässern bereit – in diesem Jahr rund 83,5 Millionen Euro.

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