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Pandemie - Trotz steigender Neuinfektionen gelten in Hessen ab Donnerstag deutlich weniger strenge Maßnahmen / Impfzentren melden vermehrt geschwänzte Termine

Neue Corona-Regeln erlauben Freiheiten

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lhe
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Ab Donnerstag kommen in Hessen Corona-Erleichterungen – doch Frankfurt (Bild) und Darmstadt liegen mit ihren Inzidenzen schon über dem Grenzwert. © dpa

Wiesbaden. In Hessen gelten ab Donnerstag deutlich weniger strenge Corona-Regeln. Die Testpflicht wird an vielen Stellen gelockert. Es dürfen wieder mehr Menschen ohne extra Anmeldung zu größeren Festen und Veranstaltungen kommen. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt aber den Wert von 35 übersteigen, entfallen die neuen Lockerungen und es gelten die bisherigen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung. Diese Corona-Verordnung der hessischen Landesregierung läuft zunächst bis zum 19. August.

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Veranstaltungen: Veranstaltungen ab 25 Personen können genehmigungsfrei wieder mit mehr Teilnehmern und Teilnehmerinnen stattfinden. In geschlossenen Räumen wird die Obergrenze von 250 auf 750 Menschen angehoben. Im Freien sind künftig 1500 statt bislang 500 Teilnehmer möglich. Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht mit. Größere Veranstaltungen bleiben genehmigungspflichtig. Bei Veranstaltungen in Innenräumen entfällt zukünftig die Testpflicht, wenn nicht mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einschließlich geimpfter und genesener Personen eingelassen werden. Bei Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen muss die Kontaktdatenerfassung nur noch bei gastronomischen Angeboten erfolgen.

Bibliotheken und Archive: Maskenpflicht besteht nur noch bis zum Sitzplatz.

Gastronomie: Die Testpflicht in der Innengastronomie wird aufgehoben. Beibehalten bleibt für Restaurant- und Barbesucher die Maskenpflicht bis zum Sitzplatz.

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Hotels und Übernachtungen: Bei Anreise muss bei touristischen Übernachtungen weiterhin ein aktueller negativer Corona-Test vorgelegt werden. Die bisherige wöchentliche Testpflicht bei längeren Aufenthalten entfällt.

Großveranstaltungen: Hessen übernimmt die Regelungen für Großveranstaltungen, die auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien vereinbart wurden. Demnach ist ab einer Zuschauerzahl etwa bei Fußballspielen von 5000 eine 50-prozentige Auslastung zulässig, maximal jedoch 25 000 Besucherinnen und Besucher.

Clubs und Diskotheken: Weiterhin sind Tanzveranstaltungen in Clubs und Diskotheken nur im Freien zulässig. Allerdings wird die Zugangsregelung gelockert. Künftig ist eine Person je fünf Quadratmeter möglich. Bislang war eine Person je zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche möglich.

Unterdessen steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Hessen steigt weiter. In Frankfurt betrug der Inzidenz-Wert am Donnerstag 37,6, in Darmstadt lag er bei 35,7, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (Stand 3.15 Uhr) hervorgeht. Damit liegen beide Städte über dem Grenzwert für weitere Lockerungen. Landesweit lag die Inzidenz bei 16,9. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen noch 15 betragen. Zudem wurden in Hessen binnen 24 Stunden 248 neue Corona-Infektionen registriert worden. Es gab vier weitere Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie starben hessenweit 7573 Menschen mit oder an dem Virus. Die Zahl der erfassten Infektionen beträgt insgesamt 293 201.

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Auf den hessischen Intensivstationen lagen nach Daten des Divi-Registers (Stand 6.19 Uhr) 45 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung. 14 von ihnen mussten beatmet werden. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

In den hessischen Impfzentren wurden zuletzt vermehrt vereinbarte Termine für eine Corona-Schutzimpfung nicht wahrgenommen. Die durchschnittliche Quote lag im Land jüngst bei rund 20 Prozent nicht wahrgenommener Termine, wie das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mitteilte. Dennoch habe in der Regel kein Impfstoff aufgrund des kurzfristigen Nicht-Erscheinens der Bürger ungenutzt entsorgt werden müssen. lhe

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