Corona - Pfleger und Erzieher infizieren sich besonders oft Mehr Risiko durch Nähe

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Stuttgart. Mitarbeiter in der Alten- und Krankenpflege sowie in der Kinderbetreuung haben ein weit überdurchschnittlich hohes Risiko, an einer Corona-Infektion zu erkranken. Dies zeigt sich in einer Auswertung der AOK Baden-Württemberg, die Krankmeldungen von 4,5 Millionen Versicherten unter die Lupe genommen hat. Von März bis Oktober letzten Jahres mussten sich in den verschiedenen Sparten der Altenpflege hochgerechnet zwischen 3,4 und 4,7 Prozent aller Beschäftigten wegen einer Covid-19-Infektion oder einer angeordneten Quarantäne arbeitsunfähig melden. Mit einer Quote von 3,2 Prozent liegen die Erzieher dicht dahinter. Mit etwas Abstand folgen die Krankenpflegekräfte mit 2,9 Prozent Krankmeldungen.

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„Diejenigen, die sich um die Ältesten und die Schwächsten in unserer Gesellschaft kümmern, tun dies in der aktuellen Pandemie unter einem hohen Risiko für ihre eigene Gesundheit“, sagt der Vorstandschef der AOK-Baden-Württemberg, Johannes Bauernfeind.

Mit einer Erkrankungsrate von 1,6 Prozent liegen die Kassierer im Einzelhandel nur im Mittelfeld. Da haben sogar die Schornsteinfeger mit einer Quote von 2,2 Prozent ein höheres Ansteckungsrisiko. Überraschend niedrig sind die Corona-Krankmeldungen im Gastgewerbe und im Hotelservice mit jeweils 1,1 Prozent. Das bewegt sich im Bereich von Buchhaltern oder Juristen, die ihrer Arbeit leicht im Homeoffice nachgehen können. Am wenigsten trifft das Virus Beschäftigte auf dem Bau mit einer Erkrankungsquote von 0,8 Prozent und in der Landwirtschaft mit nur 0,3 Prozent. pre