Justiz - Beeinträchtigungen wegen Corona gering Kaum Urteile verzögert

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lhe
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Wiesbaden. Nur wenige Strafverfahren vor hessischen Gerichten, bei denen der Angeklagte in Untersuchungshaft sitzt, haben sich wegen der Corona-Pandemie verzögert. In einer niedrigen zweistelligen Zahl solcher Verfahren sei es zu Beeinträchtigungen gekommen, teilte das Justizministerium in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der AfD mit.

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In einem Strafverfahren wegen Betrugs seien zwei Angeklagte aus der U-Haft entlassen worden, weil keine zeitnahe Hauptverhandlung habe stattfinden können. Ein weiterer Vollzug der Haft wäre unverhältnismäßig gewesen. Die Angeklagten seien Mitte 2020 rechtskräftig verurteilt worden. Die Gerichte berichten, dass es bei Strafverfahren allgemein wegen der Corona-Pandemie zu Verzögerungen gekommen sei, weil Termine aufgehoben oder verlegt werden mussten.

Das sei beispielsweise dann geschehen, wenn Zeugen oder Sachverständige pandemiebedingt zunächst nicht hätten vernommen werden können. lhe