Gedenken - Nordhessen erinnert an Walter Lübcke Kampf für Demokratie

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epd
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Ein Gedenkstein vor der neu benamten Walter-Lübcke-Schule Wolfhagen. © dpa

Kassel. Große Beachtung über Nordhessen hinaus fand jüngst das Dokudrama „Schuss in der Nacht – Die Ermordung Walter Lübckes“ des in Kassel geborenen Regisseurs Raymond Ley. Ursprünglich war der Film als einer der Höhepunkte auf dem Kasseler Dokumentar- und Videofilmfestival Ende November vorgesehen, konnte aber wegen der Corona-Pandemie nicht gezeigt werden. Wenige Tage nach Ende des Festivals war er dann am 4. Dezember in der ARD zu sehen.

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Der Mord an dem CDU-Politiker und Kasseler Regierungspräsidenten hatte in Nordhessen große Bestürzung ausgelöst. Zum ersten Jahrestag des Mordes im Juni 2020 kam es zu einer großen, von rund 10 000 Menschen besuchten Kundgebung gegen Rechtsextremismus vor dem Kasseler Regierungspräsidium. Die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ rief mit Unterstützung von heimischen Unternehmen, Vereinen und Organisationen zum Todestag Lübckes 2020 die Aktion „Demokratische Werte sind unsterblich“ ins Leben.

Wie tief das Engagement in der Bürgerschaft wurzelt, zeigten Schüler der Wilhelm-Filchner-Gesamtschule aus Lübckes Wohnort Wolfhagen, indem sie erfolgreich eine Umbenennung der Schule vorschlugen. Bei der Feier zur Umbenennung im September 2020 war dann auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zu Gast. epd