Hanau-Anschlag - Soziologe will Opferberatung stärken „Kampf erst am Anfang“

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Berlin/Hanau. Rund ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag mit neun Toten in Hanau sieht der Soziologe Matthias Quent die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland erst am Anfang. „Wir stehen am Anfang eines langen Lernprozesses als Gesellschaft, auch die Behörden“, sagte der Leiter des Jenaer Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft am Dienstag bei einer online übertragenen Pressekonferenz zu Hintergründen und Folgen des Anschlags. Im Rahmen dieses Prozesses müssten die Stimmen von Betroffenen und zivilgesellschaftlichen Initiativen gehört und Opferberatungsgesellschaften gestärkt werden, „um der Zunahme von rassistischer und ja dann auch rechter Gewalt überhaupt Herr zu werden“.

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Positiv sieht Quent zugleich konkrete Schritte wie etwa den Anfang Dezember vom Bundeskabinett verabschiedeten 89-Punkte-Plan der Bundesregierung. Er habe den Eindruck, dass „man hier verstanden hat, dass Rassismus ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.“ lhe