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Klimawandel - Deutliche Zahlen im aktuellen Monitoringbericht

Es wird immer wärmer

Von 
Thomas Faltin
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Stuttgart. Es wird immer wärmer, auch in Baden-Württemberg – im Neckargebiet etwa sind es im Sommer 1,6 Grad und im Winter sogar 1,9 Grad, um die die Temperatur seit 1931 durchschnittlich angestiegen ist. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse des sogenannten Klima-Monitoringberichts, der jetzt veröffentlicht worden ist. Seit 1999 werten die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz in einer Kooperation aktuelle und historische Wetterdaten aus – vor allem mit Blick auf die Wasserwirtschaft – und geben alle fünf Jahre einen Bericht heraus.

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Der Anstieg der Temperaturen sei dabei einer der eindeutigsten Trends, betonen die Autoren des Berichts, für den in Baden-Württemberg die Landesanstalt für Umwelt verantwortlich ist. Dies wird auch dadurch unterstrichen, dass die drei wärmsten Jahre seit 1931 in den vergangenen fünf Jahren lagen - es waren die Jahre 2018, 2019 und 2020. Neun der zehn wärmsten Jahre sind im 21. Jahrhundert zu verzeichnen.

Dagegen haben sich die Niederschläge in den vorigen Jahrzehnten uneinheitlich entwickelt. Vielerorts gibt es im Winter eine Zunahme, während im Sommer eher eine Abnahme zu beobachten ist. Im Neckargebiet trifft dies genau so zu: Für die Winter wurden acht bis 16 Prozent mehr Niederschläge registriert, während der Regen im Sommer um drei bis acht Prozent zurückgegangen ist.

Weniger Grundwasser

Ähnlich sieht es beim Starkregen aus. Es gebe im Winter regional stark positive Trends, so der Bericht – teilweise hätten diese Ereignisse um bis zu ein Drittel zugenommen. Für die Sommer lässt sich dagegen keine klare Richtung beobachten. Je nach Region in Baden-Württemberg kommen die Autoren zum Ergebnis, dass die Zahl der Tage mit Starkregen seit 1932 sogar etwas abgenommen hat, wie um 2,4 Prozent in Hohenlohe, während sie etwa am Oberrhein um 22,3 Prozent gestiegen ist.

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Insgesamt sickert jedoch weniger Wasser in die Böden, denn beim Grundwasser zeigt sich, dass die Wassermenge bei 80 Prozent der Messstellen abnimmt. Vor allem aufgrund der gehäuften trockenen Jahre ist die sogenannte Grundwasserneubildung seit 2016 klar zurückgegangen und liegt noch bei 80 Prozent des langjährigen Mittels.

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