Personalie - Ministerpräsident Kretschmann gibt Murawski-Nachfolger bekannt Doppelspitze in Staatskanzlei

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lsw (Bilder: dpa)
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Stuttgart. Mit einer neu aufgestellten Hausspitze geht Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in die zweite Halbzeit seiner grün-schwarzen Regierungskoalition. Er gab gestern in Stuttgart die seit langem erwartete Nachfolge für seinen im Sommer in den Ruhestand gegangenen Chef der Staatskanzlei, Klaus-Peter Murawski, bekannt. Die Aufgaben werden auf seine bisherige beamtete Staatssekretärin Theresa Schopper und den bisherigen Abteilungsleiter Florian Stegmann verteilt, so das Staatsministerium.

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Die aus Bayern stammende Grünen-Politikerin Schopper (Bild oben) wird als Staatsministerin Kretschmanns politische Chefberaterin. Sie hält Kontakt zu den Ministern, den Regierungsfraktionen und den Vorsitzenden von Grünen und CDU. Kretschmann bezeichnete sie als gut vernetzte, exzellente Kommunikatorin.

Jurist Stegmann (Bild unten) wird als beamteter Staatssekretär Chef der Staatskanzlei, also der Regierungszentrale. Er bereitet die Kabinettsbefassungen vor – laut Kretschmann ist er ein „erfahrener Verwaltungsmensch“. Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Volker Ratzmann, schaltet sich stärker in die bundespolitische Koordination ein. „Das ist ein gutes Team“, sagte Kretschmann.

Mit dieser Lösung erspart er sich eine Debatte um seine Nachfolge, die möglicherweise befeuert worden wäre, hätte er Murawskis Posten mit einem grünen Politiker von außen besetzt. Zeitweise hatte es Gerüchte gegeben, Kretschmann plane gar eine Kabinettsumbildung, und er könnte sich dabei einen Politiker in sein Haus holen, der ihm als Regierungschef folgen könnte. Das alles hat sich nun nicht bewahrheitet. Kretschmann hat noch nicht erklärt, ob er zur Landtagswahl 2021 wieder kandidieren will.

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Murawski, der ein enger Vertrauter Kretschmanns war, war Ende August in den Ruhestand gegangen. Der 68-Jährige war im Zuge des Stuttgarter Klinikskandals ins Visier der Opposition geraten. lsw (Bilder: dpa)

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