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Justiz - Tödlicher Messerangriff muss neu verhandelt werden

BGH hebt Urteil auf

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lhe
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Frankfurt/Karlsruhe. Der Fall einer tödlichen Messerattacke vor einem Frankfurter Supermarkt muss vor Gericht neu verhandelt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt auf. Ein damals 44 Jahre alter Mann war Ende 2020 wegen Totschlags an seiner Ex-Freundin zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Laut der am Montag in der BGH-Datenbank veröffentlichten Entscheidung muss nun erneut darüber entschieden werden, ob nicht doch ein Mord vorlag.

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Der Verurteilte hatte 2019 sein 24 Jahre altes Opfer vor den Augen zahlreichen Zeugen mit 33 Messerstichen getötet. Die Frau hatte zuvor gemeinsam mit ihrem Ex-Freund das Messer in dem Supermarkt gekauft und die Waffe auch bezahlt. Strafverschärfend hatte das Landgericht den Umstand gewertet, dass der Angeklagte schon in der Vergangenheit immer wieder gewalttätig gegen Menschen aus seinem direkten Umfeld geworden war.

Das Landgericht war nicht von Mord ausgegangen. Der über die vorangegangene Trennung enttäuschte Mann habe die Arglosigkeit der Frau nicht konkret ausgenutzt, sei ihr nicht aufgelauert, habe sie nicht aus einem Hinterhalt angegriffen, hieß es in der Begründung. lhe

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