Verkehr - Minister Hermann kritisiert langsame Verfahren Bahn sorgt für Kritik

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bub
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Stuttgart. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will das Monopol der Deutschen Bahn auf Bau und Planung von Schieneninfrastrukturprojekten aufbrechen und fordert grundlegend neue Planungs- und Finanzierungsverfahren. „Unsere langwierige Form der Planung und des Bauens in Einzelabschnitten kann man keinem Menschen mehr erklären“, sagte Hermann dieser Zeitung. Dass Schienenprojekte wie der seit mehr als 20 Jahren geplante, aber noch immer nicht begonnene Ausbau der Gäubahn auf der Strecke von Stuttgart nach Zürich so lange dauerten, nannte Hermann „unerträglich“.

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Er plädiert für einen Prozess nach Schweizer Vorbild, bei dem ein Gesamtprojekt mit kompletter Finanzierung beschlossen werde. „Am Ende stimmt man ab, das Geld wird für 20 Jahre sichergestellt - und dann geht es los. Daran hat dann keiner mehr etwas zu mäkeln“, so Hermann. . Nötig seien jetzt aber grundlegend neue Verfahren.

„Wenn wir wirklich wollen, dass mit der Bahn mehr Menschen fahren und mehr Güter transportiert werden, muss es neue und schnellere Verfahren geben. Wahrscheinlich muss man auch einmal Strecken von anderen planen und bauen lassen als von der Deutschen Bahn“, so Hermann.