Arbeitsmarkt - Robuste Zahlen für Anfang März Antragsflut in Hessen bei Kurzarbeit

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Frankfurt. Hessens Arbeitsmarkt ist in einer vergleichsweise robusten Verfassung in die Corona-Krise gerutscht. Zum Stichtag für den Monat März waren 153 627 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Frankfurt am Dienstag berichtete. Das waren fast 4000 Menschen weniger als im Februar und entsprach einer um 0,1 Punkte gesunkenen Quote von 4,5 Prozent. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs war weiter gestiegen.

Das Signet der Bundesagentur für Arbeit an der Zentrale in Gelsenkirchen. © dpa

Unternehmen unterstützen

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Die Statistik sagt aber nichts über die Arbeitslosigkeit in der Krise aus, denn sie wurde zum Stichtag 12. März erhoben, also vier Tage vor den Einschränkungen auch für das wirtschaftliche Leben. Bereits in der darauf folgenden Woche sahen sich die Arbeitsagenturen einer Flut von Anträgen der Firmen ausgesetzt, die ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken wollten. Diese sei in Hessen stärker als in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gewesen, teilte die Regionaldirektion mit. Allein in den beiden vergangenen Wochen seien bei den Agenturen rund 32 000 Anzeigen eingegangen.

Im Unterschied zu 2009 seien Unternehmen fast aller Branchen und Größenklassen – vor allem auch Dienstleister – betroffen, berichtete Direktionschef Frank Martin. „Das Ausmaß der Kurzarbeit wird daher die bislang bekannten Dimensionen deutlich überschreiten. Wir müssen und wir werden die Unternehmen in dieser Situation unterstützen.“ lhe