Kommunalwahlen - Stimmzettel in Frankfurt 1,25 Meter lang Anstieg bei Briefwahl erwartet

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Das Interesse an der Briefwahl ist in Frankfurt bereits jetzt hoch. © dpa

Frankfurt. Bei den hessischen Kommunalwahlen am 14. März bestimmen die Frankfurterinnen und Frankfurter ein neues Stadtparlament sowie weitere Gremien. Rund 515 000 Bürger sind berechtigt, die Stadtverordnetenversammlung (SVV) und die 16 Ortsbeiräte zu bestimmen. Darüber hinaus können um die 202 000 Frankfurter die Mitglieder der Kommunalen Ausländervertretung wählen. Insgesamt hat der Wahlausschuss Mitte Januar 3346 Kandidatinnen und Kandidaten zugelassen. Mehr als 1100 bewerben sich für die SVV, wo es aktuell 93 Sitze gibt – der Stimmzettel ist stolze 1,25 Meter breit. Derzeit bilden im Frankfurter Stadtparlament SPD, CDU und Grüne eine Koalition, die schon mehrere Krisen erlebt hat.

Abstimmen mit Abstand

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Corona ändert vieles, auch den traditionellen Wahlkampf, zu dem Veranstaltungen in Bürgerhäusern, Straßenstände in vollen Innenstädten oder Hausbesuche gehören. Während die Parteien vermehrt versuchen, im Internet auf Stimmenfang zu gehen, bereiten Wahlamtsleiter Oliver Becker und sein Team den eigentlichen Urnengang vor. Natürlich würden die Wahlen unter besonderen Hygienebedingungen stattfinden: Dazu gehören mehr Abstand und regelmäßiges Lüften in den Wahlräumen, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Bitte, einen eigenen Stift zum Ausfüllen des Stimmzettels mitzubringen.

Beim Urnengang 2016 stimmte bereits jeder vierte Wähler per Briefwahl ab. Coronabedingt könnten es nun noch mehr sein: Schon jetzt wurden bereits mehr als 30 000 Briefwahlscheine ausgestellt. Wegen der zu erwartenden höheren Nachfrage wurde die Zahl der Briefwahlbezirke von 117 auf 140 erhöht. lhe