Corona - Patienten der ersten Priorisierungsgruppe sind an der Reihe / Vakzine bleiben aber Mangelware Alle Impfzentren öffnen

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lhe
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Ein Hinweisschild zum Impfzentrum in Eltville (Rheingau-Taunus-Kreis). © dpa

Wiesbaden. Nach der Öffnung der ersten sechs hessischen Impfzentren im Januar sollen am 9. Februar die übrigen 22 Einrichtungen folgen. Dann sind alle 28 regionalen Impfzentren in Betrieb – zunächst für Menschen in der höchsten Priorisierungsgruppe. Das sind überwiegend Männer und Frauen im Alter von über 80 Jahren.

Für wie viele Menschen sind derzeit Termine vorgesehen?

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Da das Land bei den Angehörigen der Priorisierungsgruppe 1 von einer sehr hohen Impfbereitschaft ausgeht, kommen nach Schätzung des Innenministeriums bis zu 300 000 Männer und Frauen für einen Impftermin in Frage. Es sind im Wesentlichen die Gruppe der mindestens 80-Jährigen sowie Angehörige der ambulanten Pflegedienste. Von den insgesamt rund 550 000 Menschen aus der ersten Priorisierungsgruppe bekamen bereits fast 150 000 Frauen und Männer eine Erstimpfung. Darüber hinaus haben sich laut Innenministerium rund 50 000 mindestens 80-Jährige für eine häusliche Impfung angemeldet.

Wie ist die Terminvergabe denn geregelt?

Die Anmeldung ist über zwei Wege möglich: Telefonisch über die Hotline 116 117 oder online über die Internetseite impfterminservice.de. Seit 3. Februar konnten sich Berechtigte bei einer zweiten Runde der Terminvergabe für eine Impfung anmelden. Anders als beim ersten Mal, bei dem es wegen des knappen Impfstoffes eine Begrenzung gegeben hatte, ist die Vergabe nun nicht limitiert.

Läuft die Vergabe von Terminen reibungslos?

Nein. In beiden Buchungsrunden gab es massive Störungen wegen des großen Ansturms zum Auftakt. Das sorgte bei Patienten und Angehörigen für Frust. Das Innenministerium hatte zur zweiten Buchungsrunde bekräftigt: „Das große Interesse der Impfberechtigten hat nicht zu einer technischen Überlastung des Anmeldeverfahrens geführt.“ Insgesamt wurden seit dem Start der zweiten Impfterminvergabe in Hessen bis zum Ende der Woche rund 150 000 Anmeldungen gezählt.

Wurde die Anmeldung für eine Corona-Impfung optimiert?

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Mittlerweile können auch Paartermine gebucht werden. Das ist gerade für ältere Menschen ein wichtiger Schritt. Konkret kann nun ein Paar in einem Buchungsvorgang zwei Impftermine in einem Zeitraum von 30 Minuten erhalten. Das war zunächst technisch nicht möglich.

Wie ist die wichtige zweite Impfung geregelt?

Hessen bleibt bei seiner Strategie, dass jede Lieferung halbiert wird, um die wichtige Zweitimpfung garantieren zu können. Diese erfolgt im selben Impfzentrum wie die Erstimpfung, in der Regel etwa drei Wochen später. Termine für die Zweitimpfung werden bei der Anmeldung gleich mitvereinbart.

Wird ausschließlich in den Impfzentren geimpft?

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Nein. Die Bewohner der hessischen Alten- und Pflegeheime werden von mobilen Impfteams besucht, um sie vor einer Corona-Infektion zu schützen. In Hessen hatten bis Ende der zurückliegenden Woche zwei von drei Bewohnern von Alten- und Pflegeeinrichtungen eine Covid-19-Impfung erhalten. Die notwendige zweite Schutzimpfung gegen das Coronavirus bekamen rund 35 Prozent. Auch das Personal in Corona-Intensivstationen wird geimpft.

Wer kommt in der nächsten Priorisierungsgruppe dran?

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Nach den über 80-Jährigen haben überwiegend Menschen im Alter von mehr als 70 Jahren die höchste Priorität für eine Impfung. Zu dieser Gruppe zählen außerdem unter anderem enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Senioren und Menschen mit bestimmten Behinderungen oder Vorerkrankungen. Der Start der Impfungen in dieser Priorisierungsgruppe hängt laut Ministerium von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs ab. „Insofern kann hierzu noch keine valide Aussage getroffen werden“, heißt es. lhe