Corona - Land will Unterstützung vom Bund anfordern 900 Soldaten helfen in Pflegeheimen

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mis
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Stuttgart. Das Land will nach Informationen dieser Redaktion zeitweise 900 Soldaten vom Bund anfordern, um Corona-Tests in Alten- und Pflegeheimen in Baden-Württemberg durchzuführen. „Der Einsatz der Bundeswehr ist vorerst für drei Wochen angedacht. Danach sollen Freiwillige die Bundeswehr bei ihrem Einsatz in den Pflegeeinrichtungen ablösen“, schreibt Südwest-Sozialminister Manne Lucha (Grüne) in einer Kabinettsvorlage, die dieser Redaktion vorliegt. Lucha geht für Baden-Württemberg von Ausgaben in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro für den dreiwöchigen Einsatz aus.

Teils Mietwagen

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Das Land muss für die Soldaten die Fahrtkosten sowie die Kosten für Unterkunft und Verpflegung übernehmen. Weiter müssen teilweise Mietwagen eingesetzt werden, weil nicht genügend bundeswehreigene Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Ausgaben für die Infrastruktur und die Schulung der Soldaten. Den zusätzlichen Personalbedarf hat das Sozialministerium zuvor bei den Stadt- und Landkreisen abgefragt. Konkret soll die Bundeswehr in den Pflegeeinrichtungen im Land für die Schnelltests bei Besuchern von Bewohnern, weiteren externen Personen – also Ärzten, Physiotherapeuten, Handwerkern oder auch Seelsorgern – und Beschäftigten zuständig sein.

Damit komme man auf einen Bedarf von gerundet 900 Personen pro Tag, schreibt Lucha. Die CDU unterstützt das Vorgehen. „Wir begrüßen, dass das Land das Hilfsangebot der Bundeswehr zügig annimmt“, teilen CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart und Sozialexperte Stefan Teufel in einer gemeinsamen Erklärung auf Anfrage mit. Der Einsatz der Bundeswehr könne aber keine Dauerlösung sein. Schon jetzt unterstützen bereits Hunderte Soldaten die Südwest-Behörden im Kampf gegen die Corona-Pandemie. mis