OB-Wahl

20 Kandidaten treten in Frankfurt an

Nachfolger für Peter Feldmann wird gesucht

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lhe
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Frankfurt. Sehr viele Frankfurterinnen und Frankfurter dürften demnächst Post in ihrem Briefkasten finden. Denn in siebeneinhalb Wochen steht die Wahl für einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin an. „Die Wahlbenachrichtigungen werden ab dem 26. Januar sukzessive mit der Post zugestellt“, sagte die zuständige Dezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) am Donnerstag. Briefwahlunterlagen könnten bereits ab dem 16. Januar online beantragt werden.

Am 5. März wird die Nachfolge von Peter Feldmann bestimmt, der wegen der Awo-Affäre und diverser Ausrutscher das Vertrauen verspielt hatte und im November abgewählt worden war. Insgesamt stellen sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl, ein Rekord in der Mainmetropole. Als Favoriten gelten Manuela Rottmann von den Grünen, Uwe Becker von der CDU sowie SPD-Kandidat Mike Josef.

Sollte keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erringen, kommt es am 26. März zu einer Stichwahl. Zunächst aber stehen vier Frauen und 16 Männer zur Wahl. Neun gehören einer bereits im Stadtparlament vertretenen Partei an. Die Reihenfolge auf dem 55 Zentimeter langen und 21 Zentimeter breiten Stimmzettel erfolgt nach dem Ergebnis der Parteien bei der vergangenen Kommunalwahl. Bei den elf weiteren Kandidaten und Kandidatinnen entschied das Los. Unter ihnen befinden sich partei-unabhängige Bewerber wie der über Frankfurt hinaus als „Bahnbabo“ bekannte Straßenbahnfahrer Peter Wirth und die Organisatorin des Grüne Soße Festivals in Frankfurt, Maja Wolff.

Die vorläufige Zahl der Wahlberechtigten liegt bei rund 508 000. Teilnehmen können Deutsche und EU-Staatsbürger, die am Abstimmungstag – also am 5. März – mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Wochen ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt haben. Gesucht werden derzeit noch Wahlhelfer, von denen insgesamt 4600 benötigt werden. „Wir sind aber momentan gut dabei“, sagte Stefan Köster vom Bürgeramt, Statistik und Wahlen.

Feldmann war im Dezember wegen Vorteilsannahme in der Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (Awo) zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Geschäfte führt seit seiner Abwahl Feldmanns Stellvertreterin, die Grünen-Politikerin Nargess Eskandari-Grünberg. Die übliche Amtszeit beträgt sechs Jahre. lhe