Hochstraße Süd Der Blick geht auf die "weiße Hochstraße"

Von 
Bernhard Zinke
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Die sogenannte „weiße Hochstraße“ zwischen Pilzhochstraße und Pylonbrücke weist Schäden auf. © ACHIM KEIPER

Ludwigshafen. Genau 27 und damit etwa die Hälfte der der insgesamt benötigten 52 Stützkonstruktionen stehen an Ort und Stelle unter der Pilzhochstraße. „Wir sind im aktuellen Zeitplan“, sagte der Ludwigshafener Tiefbaubereichsleiter Björn Berlenbach am Dienstag bei der wöchentlichen Informationsrunde per Video zum Abriss der Hochstraße Süd.
Wie schon in der Vorwoche berichtet, sind die Abbrucharbeiten etwa drei Monate im Verzug. Der Grund sind technische Probleme beim Aufbau der Stützkonstruktionen und die Corona-Pandemie, die einen Einsatz von noch mehr Arbeitskolonnen derzeit verhindert. Demnach wird der Abriss im Juli beginnen. Ab August sollen Fußgänger, Radler und auch Busse wieder von der Mundenheimer Straße auf den Berliner Platz kommen. Ab September sollen hier auch die Straßenbahnen wieder fahren. Im Oktober wird der Abriss dann beendet sein, so die aktuellen Planungen.
Unterdessen geht der Blick der Planer weiter in Richtung Osten. Denn auch die sogenannte „weiße Hochstraße“ zwischen Pilzhochstraße und Pylonbrücke weist Schäden auf. Welche genau, wird aktuell untersucht. Eine Sanierung dieses Brückenabschnitts werde vermutlich 2022 starten, kündigte Berlenbach an.
Es gebe deutlich sichtbare Schäden im Beton, auch rostende Stahlbewehrung sei teilweise zu sehen, allerdings glücklicherweise an üblicherweise trockenen Stellen. „Die Schäden sind nicht schön, sie sind auch nicht unbedeutend. Sie verschlechtern sich aber auch nicht“, sagte der Tiefbau-Chef. Man könne mit Ruhe und der gebotenen Genauigkeit an die Untersuchungen herangehen.


Ergebnisse nach Sommerpause

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Vermutlich nach der Sommerpause lägen die Ergebnisse der Berechnungen vor und würden sowohl im Stadtrat als auch der Öffentlichkeit vorgestellt, kündigte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) an. Man sehe die Brücke als gesamtes Bauwerk und nicht nur ihre einzelnen Abschnitte, betonte die Verwaltungschefin.
Sie kündigte zugleich neue Formate der Bürgerinformation an. Eine Versammlung in bisher gewohnter Weise sei vor der Sommerpause sicher nicht mehr möglich. Deshalb sei eine neue Form in Vorbereitung, die sich wohl im Internet abspielen werde. Schließlich müsse man die Bürger, vor allem die Anlieger und Geschäftsleute, über mehrere Kanäle erreichen. Auch darüber werde man informieren, sobald das Format feststehe.
Steinruck zeigte sich auch erfreut über die neue Verstärkung im Stadtvorstand mit dem neuen Baudezernenten Alexander Thewalt, der am 1. Juli sein neues Amt antritt. Gleichwohl werde die Gesamtkoordination zum Thema Hochstraße Süd in ihrem Dezernat angesiedelt bleiben, kündigte sie an. Schließlich habe sie das Thema nach der Erkrankung von Klaus Dillinger wegen der Dringlichkeit übernommen.

 

Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region