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Städtepartnerschaft - Fahnenhissung und kleine Feierstunde auf dem Apostelplatz erinnern an 30 Jahre Beziehungen nach Italien / Vereine als treibende Kraft

Zwei Lehrerinnen begründen Freundschaft mit Rovigo

Von 
JR
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Viernheim. Seit mittlerweile 30 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Viernheim und Rovigo in Italien. Grund genug zu feiern, auch wenn das aufgrund der Corona-Pandemie nur im kleinen Rahmen und ohne gegenseitige Besuche möglich war. So hatte die Stadt die Viernheimer der ersten Stunde, aber auch interessierte Bürger zum Jahrestag zu einer Flaggenzeremonie auf den Rathausvorplatz eingeladen. Anschließend gab es beim Spezialitätenmarkt auf dem Apostelplatz italienische Heißgetränke. Bei einer Live-Schalte nach Rovigo wurden Glückwünsche ausgetauscht und in Erinnerungen geschwelgt.

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„Das ist auch ein guter Tag für Europa, denn solche Städtepartnerschaften sind das Fundament dieses Zusammenschlusses. Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber wir haben die Möglichkeit, auf zahlreiche Begegnungen in Deutschland und Italien zurückzublicken. Dabei entstanden viele persönliche Kontakte und Freundschaften, die seit Jahrzehnten Bestand haben“, lobte Stadtverordnetenvorsteher Norbert Schübeler in Vertretung von Bürgermeister Matthias Baaß das Engagement auf beiden Seiten und gratulierte den Akteuren im Namen der Stadt.

Zum Jahrestag der Städtepartnerschaft wurden die Fahnen gehisst. © O. Pietsch

Stephan Schneider vom Amt für Kultur und Sport war schon mehrfach in Rovigo zu Besuch und hofft, „dass wir im Oktober zur dortigen Fiera d’Ottobre wieder einmal dorthin reisen dürfen. Die persönlichen Kontakte fehlen uns doch sehr.“ Das wurde den Teilnehmern spätestens dann bewusst, als er alte Fotografien zeigte, auf denen viele bekannte Gesichter zu sehen waren.

Auch unter den Gästen der Zeremonie entwickelten sich schnell Gespräche. Die ersten Schritte hatten die Vereine gemacht, nachdem die Entscheidungsträger der beiden Städte die Partnerschaft beschlossen hatten. Allen voran der Männergesangverein, der mit mehreren Bussen über die Alpen gereist war, um dort stimmlich Werbung zu betreiben. Aber auch die Amici d’Italia oder die Gagero (Gastgeber Rovigo) hielten die Kontakte aufrecht. Unvergessen sind die Besuche beim Viernheimer Innenstadtfest.

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Als Mütter der Städtepartnerschaft wurden Ellen Dewald und Daniela Felc bezeichnet, die als Lehrerinnen den Kontakt hergestellt hatten. Damals waren es Schüler aus Lampertheim und Adria, die im Austausch standen. Die beiden Lehrkräfte wohnten allerdings in Viernheim und in Rovigo, einer Nachbarstadt von Adria. Bei einem Treffen wurde die Idee einer Städtepartnerschaft geboren. Entsprechend groß war die Freude, als sich die beiden Frauen jetzt über das Internet wieder sahen.

Prunkvolles Rathaus

Norbert Hofmann erinnerte als Gründungsbürgermeister an seinen ersten Besuch in der norditalienischen Gemeinde. „Beim Besuch im Rathaus ist mir die Spucke weggeblieben, denn das Gebäude ist historisch und das Amtszimmer meines Kollegen war prunkvoll ausgestattet. Auch dem damaligen Stadtverordnetenvorsteher Herbert Franz ist das pompöse Verwaltungsgebäude noch in guter Erinnerung. „Da konnten wir mit unserem Rathaus natürlich nicht mithalten. Dafür hatte Rovigos Bürgermeister Gefallen an der Brundtlandstadt gefunden, die er als Citta verde, also als grüne Stadt, bezeichnete.“ JR

Rovigo

80 Kilometer südlich von Venedig liegt die Stadt Rovigo mit ihren 51 600 Einwohnern. Sie ist Provinzhauptstadt und Zentrum des Polesine, eine fruchtbare, vollkommen ebene Landschaft in der östlichen Poebene zwischen den Flüssen Etsch und Reno.

Ein modernes Stadtbild und reges Wirtschaftsleben kennzeichnen den Alltag, zahlreiche historische Bauten bezeugen eine mittelalterliche Stadtgeschichte. Die Piazza Vittorio Emanuele II. ist der zentrale Platz mitten in der City.

Kunst und Kultur genießen in Rovigo hohen Stellenwert, wie im Palazzo dell’ Accademia dei Concordi, in dem Werke bedeutender norditalienischer Meister des 15. bis 18. Jahrhunderts ausgestellt werden. JR

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