Oktoberfest

Zünftige Feier

Bei der Traditionsveranstaltung auf Gut Neuzenhof kamen 20 000 Euro für die Gerdi Gutperle Stiftung zusammen

Von 
JR
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René Gutperle (l.) benötigte beim Fassbieranstich nur einen Schlag, sehr zur Überraschung seines Vaters Werner (r.) © Othmar Pietsch

Viernheim. Der Viernheimer Unternehmer und Mäzen Werner Gutperle ist für seine Feierlichkeiten bekannt. Dazu zählt auch das jährliche Oktoberfest auf Gut Neuzenhof. Vor wenigen Tagen fand diese traditionelle Veranstaltung wieder statt, einmal mehr zugunsten der Gerdi Gutperle Stiftung, die in Indien ein Kinderkrankenhaus betreibt. Im Golfclub-Restaurant wurde im weißblauen Ambiente und passender Tracht zünftig gefeiert und großzügig gespendet. Am Ende kamen gut 20 000 Euro für den guten Zweck zusammen.

Die zahlreichen Gäste, darunter auch Kinderkrankenhausdirektor Leon Henson, genossen das bayrische Speisenangebot mit Ochs am Spieß, Hax’n, Weißwurst, Leberknödel, Mettigel und Brez’n sowie den passenden Getränken. Auch der Musik war man zugeneigt. Die Oktoberfest erprobte Formation „Münchner G’schichten“ sorgte mit entsprechenden Bierzelthits dafür, dass die gut 300 Feiernden schnell in Stimmung kamen und auch die Tanzfläche bis weit nach Mitternacht stark frequentiert wurde. Startschuss war der Fassbieranstich, den René Gutperle mit nur einem Schlag perfekt meisterte. Anschließend floss der Gerstensaft in Strömen.

Von der guten Laune profitieren die Patienten des indischen Hospitals. „Arme Kinder in Indien brauchen nicht unser Mitleid, sondern unsere Hilfe.“ Mit diesen Worten rief das Gründerpaar Werner und Gerdi Gutperle im Jahr 2002 die Gerdi Gutperle Stiftung ins Leben, durch die im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu ein Kinderkrankenhaus und ein Gesundheitszentrum erbaut wurden und seither betrieben werden, das qualitativ hochwertige, ganzheitliche Versorgung für bedürftige Kinder anbietet, und zwar unabhängig von Kaste und Glauben. „Am Gerdi Gutperle Agasthiyar Muni Child Care Centre wird keiner abgewiesen, Kindern aus mittellosen Familien wird kostenlos geholfen“, so die Stiftungsgründerin. Vor Kurzem konnte sogar schon der einmillionste Patient behandelt werden.

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Von
Benno Schwinghammer
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Wie jede andere wohltätige Institution, ist auch die Gerdi Gutperle Stiftung auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Da wir auch weiterhin den Ärmsten der Armen kostenlose medizinische Versorgung bieten möchten, sind wir nach wie vor auf Spenden angewiesen und freuen uns über jede noch so kleine Summe“, so die Gründerin. Gerdi Gutperle selbst geht immer noch mit gutem Beispiel voran: Der gesamte Erlös aus dem Verkauf ihrer Kunstwerke fließt zu 100 Prozent in die Stiftung. JR