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Gleichstellungsbüro/Museum Viernheim - Museumsfest und Ausstellungseröffnung „Frauen-Blicke“ am 10. Juli

Viernheimer Heldinnen

Von 
red
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Gleichstellungsbeauftragte Maria Lauxen-Ulbrich, Bürgermeister Matthias Baaß und Museumsleiterin Elke Leinenweber (v. l.) präsentieren die Sonderausstellung in den Räumlichkeiten des Viernheimer Museums. © Stadt Viernheim

Viernheim. Engagiert, selbstbewusst und mutig bilden Frauen Herz und Rückgrat der Gesellschaft. Sie sind Impulsgeberinnen, Motor und Vermittlerinnen. Mit einer Sonderausstellung unter dem Titel „Frauen-Blicke“ wollen das städtische Gleichstellungsbüro und das Museum Viernheim in einer Kooperationsveranstaltung Frauen zu Wort kommen lassen und damit nicht nur Einblick in deren Lebenswelt, sondern auch in die Geschichte der Stadt bieten. Ausstellungseröffnung ist beim diesjährigen Viernheimer Museumsfest am Samstag, 10. Juli, um 18 Uhr. Bis einschließlich 17. Oktober kann die Ausstellung in den Räumlichkeiten im Berliner Ring besichtigt werden.

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Die Texte der Ausstellung stammen aus Zeitzeuginnen-Interviews, die im Auftrag des Stadtarchivs Viernheim durchgeführt wurden. Befragt wurden gebürtige und zugezogene Viernheimerinnen der Geburtsjahrgänge von 1928 bis 1982 aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Von der Berufswelt als Bäuerin oder in der Bekleidungsfabrik Fourman, vom Engagement in Politik oder im Verein, von der Seniorin bis zur Schülerin reichen die Beiträge und geben so den Besuchern Einblick in deren Erfahrungen.

Die geschilderten persönlichen Erlebnisse stehen exemplarisch für die Schicksale von vielen Frauen und geben so eine Innensicht der Entwicklungen der vergangenen 70 Jahre in Viernheim. „Durch den Alltag dieser Frauen kann eindrucksvoll gezeigt werden, was die Schriftstellerin Nora Ephron mal sagte: ,Sei die Heldin deines Lebens, nicht das Opfer’. Frauen-Blicke zeigt einen Ausschnitt der Viernheimer Heldinnen“, freut sich die Gleichstellungsbeauftragte Maria Lauxen-Ulbrich.

Berichte vom Zusammenleben

Die Frauen erzählen vom Zusammenleben in der landwirtschaftlich geprägten Gemeinschaft, von den Veränderungen, die Wirtschaftsaufschwung und Stadtentwicklung mit sich brachten und vom Miteinander in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft. „Die Geschichten regen zum Nachdenken über die Rolle der Frau im sozialen Gefüge an. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auch auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Aufgaben gelenkt“, erklärt Elke Leinenweber, Leiterin des Museums.

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Das Museumsfest findet von 16 bis 22 Uhr unter Beachtung der Regeln der aktuellen Corona-Schutzverordnung statt. Der Frauenchor Viernheim begleitet die Veranstaltung musikalisch und die Museumspädagogik lädt zu einem speziellen Spiel- und Bastelangebot ein. „Wir freuen uns, dass nun langsam wieder etwas Normalität in unser aller Leben einkehrt und wir mit diesem Fest ein Zeichen setzen können und Gemeinschaft wieder möglich ist“, so Bürgermeister Matthias Baaß.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museum Viernheim sonntags von 14 bis 17 Uhr und bis Mitte Juli zusätzlich mittwochs von 17 bis 20 Uhr ohne Voranmeldung besucht werden. Am 12. Oktober wird als Begleitveranstaltung die Historikerin Kirstin Zech in ihrem Vortrag „Zwischen sündiger Eva und reiner Maria“ über die Lebensbedingungen und Rollenbilder der Frau im Mittelalter referieren. red

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