Ringen

Sieg dank Wertungspunkten

Stemm- und Ringclub feiert in der zweiten Bundesliga Süd einen 17:12 Auswärtserfolg beim KSV Rimbach

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JR
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Viernheim. In der zweiten Bundesliga Süd der Ringer zeichnen sich erste Tendenzen ab. Am Saisonende kann es zwei Aufsteiger, aber auch zwei Absteiger geben – eine hohe Quote bei nur acht Mannschaften. Die erste Entscheidung ist vor dem vergangenen Wochenende gefallen, denn der ruhmreiche VfK Schifferstadt hat seine Riege aus finanziellen Gründen vom Wettbewerb zurückgezogen, ist auch nicht mehr angetreten, die Kämpfe werden annulliert und damit steht der Abstieg der Pfälzer fest.

Der Stemm- und Ringclub (SRC) Viernheim befindet sich dagegen weiter im Aufwärtstrend. Beim Derby in Rimbach gelang ein souveräner Auswärtssieg, nachdem man den Hinrundenvergleich in der Waldsporthalle noch verloren hatte. Den Gastgebern nutzte auch die lautstarke Unterstützung der gut 400 eigenen Fans in der Odenwaldhalle nichts. Jedes Team konnte zwar fünf Kämpfe gewinnen, der SRC holte sich aber die höheren Wertungspunkte.

Im ersten Kampf zeigte Viernheims Cristian Vagiunic gleich, wohin an diesem Abend die Reise gehen sollte. Im Griechisch-Römisch bis 57 Kilogramm beförderte er sein Gegenüber Antony Iuliani bereits nach einer Minute und elf Sekunden vorzeitig auf die Schulter. Ungleich ging es dann im Freistil bis 130 Kilo zu, denn Gästeringer Sebastian Schmidt brachte lediglich 88,6 Kilo auf die Waage. Trotzdem war er gegen Rimbachs Georgi Dimitrov fast gleichwertig. Nach sechs Minuten hieß es 5:3, was dem KSV einen Zähler einbrachte.

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Danach durften wieder die SRC-Fans jubeln. Demian Liutcanov machte im Freistil bis 61 Kilo mit Lasse Schuldt kurzen Prozess und hatte nach 1:53 Minuten wegen technischer Überlegenheit vorzeitig Feierabend. Sparsam agierten anschließend Rimbachs Vilius Laurinaitis und Viernheims Julian Scheuer im Griechisch-Römisch bis 98 Kilo. Der KSVler sammelte in den sechs Minuten Kampfzeit allerdings vier Zähler und ging als Sieger von der Matte. Vor der Pause war es SRC-Aushängeschild Marko Hilkert, der mit einem 6:0-Sieg im Griechisch-Römisch bis 66 Kilo gegen Marc Janske für eine deutliche 10:3-Halbzeitführung der Gäste sorgte.

Letzter Kampf entscheidend

Daniel Seibold (KSV) konnte im zweiten Abschnitt durch den 10:2-Sieg über Matthias Schmidt im Freistil bis 86 Kilo den Rückstand um drei Zähler verkürzen. Als danach Julien Zinser Yannick Ott vom SRC Viernheim im Freistil bis 71 Kilo mit 16:3 in die Schranken weisen konnte, durften die Einheimischen sogar wieder von einem Sieg träumen.

Da hatten die KSV-Fans aber die Rechnung ohne Viernheims Florian Scheuer gemacht, der im Griechisch-Römisch bis 80 Kilo gegen Jan Schwab keine Frage nach dem Sieger aufkommen ließ und mit 10:2 die Oberhand behielt. Alles klar machte dann Alexandru Dosoftei im griechisch-römischen Stil (75 Kilo) gegen Andrej Kurockin mit seinem Überlegenheitssieg. Vor dem letzten Gefecht lagen die Gäste uneinholbar mit 17:9 in Führung. Deshalb konnte die abschließende 0:11-Niederlage von Arkadiusz Böhm gegen Presiyan Mihov im Freistil bis 75 Kilo locker weggesteckt werden.

Der nächste Heimkampf steigt am Freitag, 18. November, in der Waldsporthalle. Zu Gast ist die RKG Reilingen-Hockenheim, gegen die die Viernheimer in der Hinrunde knapp mit 16:14 gewinnen konnten. Der erste Gong ertönt um 20.30 Uhr. Zuvor sind die Schüler (18 Uhr) gegen Reilingen-Hockenheim und die zweite Mannschaft (19 Uhr) gegen den SV Brötzingen im Einsatz. JR