Nachruf - Lebenshilfe trauert um Margret Schneider

„Sie war die Seele unseres Vereins“

Von 
red
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Viernheim. Die Lebenshilfe trauert um ihr langjähriges Mitglied und ihre engagierte Kassiererin Margret Schneider, die im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Sie war Gründungsmitglied, bis zu ihrem Tod fast 50 Jahre im Vorstand aktiv und führte dabei ununterbrochen das Amt der Schatzmeisterin aus.

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Nach Angaben des Vereins hat Margret Schneider „schwierige Zeiten in der Behindertenarbeit miterlebt und sich im unermüdlichen Einsatz für Veränderungen eingesetzt, von denen heute viele profitieren“. Nur ihrem persönlichen Einsatz sei es zu verdanken, dass die Lebenshilfe eine „außergewöhnlich großzügige Spende“ von der H. W. & J. Hector-Stiftung erhalten hat und somit in Viernheim die Wohnstätte „Johannes-Schrey-Haus“ gebaut werden konnte. „Sie war aber kein Mensch der großen Worte und mochte auch nicht im Rampenlicht stehen, das war nicht ihre Welt“, sagt Vereinsvorsitzender Robert Miltner. „Vielmehr war sie eine Frau der Taten, die sich auch in schwierigen Zeiten immer wieder für den Verein und Menschen mit Behinderung eingebracht hat.“

Zahlreiche Ehrungen

Margret Schneider, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe, ist verstorben. © verein

2008 erhielt Margret Schneider aus den Händen des damaligen Landrats Matthias Wilkes den Ehrenbrief des Landes Hessen, die höchste Auszeichnung, die das Land Hessen für ehrenamtliche Arbeit zu vergeben hat. Mit dem Ehrenbrief wurde eine Ehrennadel in Silber ausgehändigt. Der Landesverband Hessen der Lebenshilfe zeichnete Schneider damals mit einer Ehrenurkunde und der Ehrennadel mit Silberrand aus. 2018 fand der Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Vereins statt, dabei erhielt Margret Schneider die Goldene Ehrennadel und die Ehrenurkunde der Lebenshilfe Deutschland.

„Die Lebenshilfe weiß diesen außergewöhnlichen Einsatz mehr als zu schätzen, und wir verneigen uns in großer Dankbarkeit vor Margret Schneider“, so Miltner. „Wir dürfen zurückschauen und können glücklich sein, dass wir solch einen Menschen in unseren Reihen hatten. Sie wird eine sehr große Lücke hinterlassen. Das Leben ist vergänglich, doch die Spuren ihres Lebens, ihrer Taten und die Zeit mit ihr werden sie stets lebendig sein lassen. Sie war die Seele unseres Vereins.“ red

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