Kontrollen - Stadt achtet auf Sicherung junger Mitfahrer

Sechs Mal fehlt der Kindersitz

Von 
red
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Viernheim. Hochbetrieb herrscht auf den Zufahrtsstraßen der Kindergärten und Schulen, wenn die Eltern ihre Kinder bringen. Sind die Kleinen dabei aber auch richtig gesichert? Diese Frage überprüften nach den Osterferien die Ordnungshüter der Stadtverwaltung, die im Bereich der Nibelungen-, Schiller- und der Goetheschule ein besonderes Augenmerk auf die ordnungsgemäße Kindersicherung in Fahrzeugen legten. Die Ergebnisse teilte die Stadt jetzt mit.

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Insgesamt wurden 24 Fahrzeuge kontrolliert, die ein oder mehrere Kinder bis 15 Jahre im Auto beförderten. Davon waren in sechs Fällen Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert. Bei zwei Fällen hatte dies ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro zur Folge, weil beim Transport von mehreren Kindern keine geeigneten, dem Alter entsprechenden Rückhalteeinrichtungen vorhanden waren.

Mehr Kinder als Sicherungen

Rat zur richtigen Kindersicherung gibt es auch beim ADAC. © dpa

In drei anderen Fahrzeugen befanden sich Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren, die ohne angelegten Sicherheitsgurt und ohne jegliche altersgerechte Rückhalteeinrichtung befördert wurden. In diesem Fall beträgt das Bußgeld 60 Euro, außerdem gibt es einen Punkt in Flensburg. Einem weiteren Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt, weil mehr Kinder befördert wurden, als kindgerechte Sicherungen vorhanden waren, was ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro und ebenfalls einen Punkt zur Folge hat.

Ob während einer Reise auf der Autobahn oder mal eben schnell auf dem Weg zur Schule: Wer in einem Pkw Platz nimmt, egal welchen Alters, muss entsprechend gesichert sein. Denn ein Unfall auch mit niedriger Geschwindigkeit oder auf kurzer Strecke ohne Sicherheitsgurt oder Kindersitz kann ein tödliches Risiko bedeuten. Daher appelliert die Stadtpolizei an alle Eltern, auf die ordnungsgemäße Sicherung ihrer Kinder im Auto zu achten.

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Dabei sprechen die Zahlen, auf die die Stadt in ihrer Pressemitteilung verweist, für sich: Im Jahr 2019 seien bundesweit insgesamt 5784 Kinder unter sechs Jahren im Straßenverkehr verunglückt. Davon seien 902 schwer verletzt worden, 22 gestorben. Am häufigsten seien Kinder unter sechs Jahren als Mitfahrende im Pkw verunglückt, nämlich 3721.

Laut Straßenverkehrsordnung gelte, dass Kinder unter zwölf Jahren, die kleiner als 1,50 Meter sind, durch ein amtlich genehmigtes und für das Kind geeignetes Rückhaltesystem gesichert werden müssen. Je nach Alter und Gewicht der Kinder gebe es eine europaweite Einteilung in verschieden Kindersitzklassen, erklärt die Stadt. red

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