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Freizeit

Schwimmer starten in die Freibad-Saison

Von 
Wolfram Köhler
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Attraktive Freizeitanlage: Das Freibad am Waldrand steht für eine verkürzte Saison bereit. Im September beginnt die Sanierung der beiden großen Becken. © Bernhard Kreutzer

Viernheim. Das Hallenbad ist seit wenigen Tagen geschlossen – nun wagen sich die Wasserratten ins Freie. Bei bereits sommerlichen Temperaturen startet am Donnerstag, 12. Mai, 10 Uhr, die Saison im Waldschwimmbad. Dass es am Morgen etwas später los geht als üblich, erklärt Stadtwerke-Leiter Dr. Ralph Franke mit vorübergehenden personellen Engpässen. Schon ab kommender Woche gelten dann die regulären Öffnungszeiten.

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Auf Abstand achten

Überhaupt soll es erstmals seit 2019 wieder ein normaler Badesommer werden. „Fast wie vor Corona“, stellt sich Franke den Betrieb im besten Fall vor. „Politik und Stadtwerke setzen dabei auf ein vernünftiges Verhalten der Schwimmbad-Besucher“, sagt er – eben so, wie es die Gäste bereits in den vergangenen beiden Jahren an den Tag gelegt hätten. Die Schwimmmeister würden dennoch auf die Wahrung des Abstands zwischen den Besuchern achten. Außerdem sei es sinnvoll, die Dusche nicht gerade dann zu betreten, wenn sie besonders stark frequentiert sei, so Franke. Eine zeitliche Begrenzung des Aufenthalts oder ein Limit bei den Besucherzahlen wird es in diesem Jahr – sollte sich die Lage nicht überraschend ändern – nicht geben.

Nicht ganz das Niveau der Vergangenheit erreichen wird indes die Wassertemperatur. „Sie liegt zurzeit bereits bei 20 Grad und ist damit höher als in der Nord- oder Ostsee“, sagt Franke mit ironischem Unterton. 24 bis 25 Grad Celsius – die sonst im Viernheimer Freibad üblich sind – seien derzeit aber nicht machbar. Grund ist die Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs. „Es ist besser, wenn das Gas im Gasspeicher landet, als wenn es für Luxus verbraucht wird“, erklärt der Chef des lokalen Energieversorgers, der seinen eigenen Sparbeitrag leisten will. Franke geht davon aus, dass das Wasser letztlich „ein gutes Stück über 20 Grad“ warm sein wird und die üblichen Werte um zwei bis drei Grad unterschreitet. „Wir lassen es die Sonne machen“, hofft er auf einen warmen Sommer.

Waldschwimmbad

  • Die Saison im Waldschwimmbad dauert von Donnerstag, 12. Mai, bis Mittwoch, 31. August. Anschließend steht die Sanierung der Becken an.
  • Von Donnerstag, 12. Mai, bis Sonntag, 15. Mai, ist das Freibad erst ab 10 Uhr geöffnet. Danach gelten die regulären Öffnungszeiten: täglich von 8 bis 18.30 Uhr; bei Außentemperaturen über 20 Grad Celsius – gemessen um 13 Uhr – bis 20 Uhr.
  • Die Einzelkarte kostet für Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt. Familien zahlen 8 Euro. Der Preis für Mehrfachkarten für zwölf Schwimmbad-Besuche liegt zwischen 27 und 40 Euro. Saisonkarten kosten zwischen 58 und 85 Euro, Familiensaisonkarten zwischen 81 und 160 Euro.
  • Die Wassertemperatur wird in dieser Saison um zwei bis drei Grad Celsius niedriger liegen als in den vergangenen Jahren, aber deutlich über 20 Grad, teilen die Viernheimer Stadtwerke mit. Je nach Lage der Gasversorgung wird die Beheizung komplett eingestellt. Auch Pandemie-bedingt kann es zu Einschränkungen des Betriebs kommen.
  • Weitere Informationen zum Waldschwimmbad auf der Internetseite stadtwerke-viernheim.de

Auch die Stadtwerke haben während der Pandemie neue Erkenntnisse gesammelt. Das Schwimmen auf einer Kreisbahn war ursprünglich dazu gedacht, die Menschen voneinander fernzuhalten. Diese Regel, aus der Not heraus geboren, kam aber so gut bei den Schwimmern an, dass sie nun beibehalten werden soll. Zumindest eine Rundstrecke dieser Art soll es dauerhaft geben, kündigt Ralph Franke an.

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Unverändert geblieben sind die Eintrittspreise. Interessenten an einer Saisonkarte weisen die Stadtwerke allerdings ausdrücklich darauf hin, dass es wegen Corona letztlich doch zu Einschränkungen im Badebetrieb kommen könnte. Dieses Risiko solle man in seine Überlegungen einbeziehen und stattdessen den Erwerb von Mehrfach-Karten in Erwägung ziehen.

Ein zweiter Grund, der eventuell gegen den Kauf einer Dauerkarte spricht, ist die etwas verkürzte Badesaison. Statt Mitte September schließt das Freibad diesmal bereits am Mittwoch, 31. August. Grund sind die seit langem geplanten Sanierungsarbeiten. In dem Glasfaser-Material, mit dem die Becken vor knapp 20 Jahren ausgekleidet wurden, traten immer wieder Risse auf und sorgten bisweilen sogar für Unterbrechungen des Badebetriebs. Um solche unliebsamen Überraschungen künftig auszuschließen, werden nun Edelstahlwannen in das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken eingebaut.

Franke rechnet damit, dass die Stadtwerke womöglich die obere Grenze ihres Investitionsrahmens von drei Millionen Euro erreichen werden. „Die Materialkosten sind derzeit das Problem“, erklärt der Geschäftsführer. Immerhin kann das Unternehmen mit einem ordentlichen Zuschuss des Landes Hessen aus dem Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) kalkulieren. Er liegt bei voraussichtlich 770 000 Euro.

Sanierung ab Spätsommer

Der Dienstleister, der die Arbeiten übernimmt, sei gefunden, der zeitliche Ablauf abgestimmt, berichtet Franke. „Gleich nach der Schließung beginnen die Tiefbauarbeiten“, so der Plan. Das Projekt sollte dann Mitte Mai kommenden Jahres abgeschlossen sein. Nur wenn es zu einer deutlichen Verzögerung kommt, müssen die Wasserratten etwas länger im Hallenbad in der Innenstadt verweilen. Als allerspätesten Termin für die Eröffnung des neuen Waldschwimmbads nennt Ralph Franke den Beginn der hessischen Sommerferien 2023.

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Redaktion

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