AdUnit Billboard
Serviceclub - Tahir Kolay löst Uwe Nitzinger an der Spitze ab / Mehr als 30 Online-Treffen im vergangenen Jahr / Reise, Ausflüge und Museumsbesuche geplant

Rotarier verabschieden ihren ersten TV-Präsidenten

Von 
Othmar Pietsch
Lesedauer: 
Dieter Kies (v.r.), Werner Gutperle, Uwe Nitzinger und Michael Tekath gratulieren dem angehenden Präsidenten Tahir Kolay (2.v.l.) zur Wahl. © O. Pietsch

Viernheim. Ein Jahreswechsel am 30. Juni? Nein, das hat nichts mit Corona zu tun. Das rotarische Jahr endet nämlich traditionell zu diesem Datum. Dann wird auch ein neuer Präsident in sein Amt eingeführt. So auch beim Rotary Club Viernheim, der im Golfclub-Restaurant Gut Neuzenhof mit der gebotenen Vorsicht die Zeremonie vollzog.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Beim rotarischen Neujahrsfest wurde die Sitzungsglocke als Insignie der Macht vom scheidenden Präsidenten Uwe Nitzinger an seinen Nachfolger Tahir Kolay übergeben. In seiner Antrittsrede bedankte sich der frisch gebackene Amtsinhaber bei seinem Vorgänger, den er wegen der vielen Bildschirmkonferenzen in Corona-Zeiten als „ersten TV-Präsidenten des Clubs“ bezeichnete. „Bewundernswert war deine wöchentliche Motivation bei den Online-Treffen, bei denen immer wieder auch interessante Referate gehalten wurden“, so Kolay.

In guter Erinnerung bleiben auch die wenigen Veranstaltungen, die stattfinden konnten. Ein spezielles Dankeschön ging auch an Werner Gutperle, „den Gründer, Macher und großzügigen Spender des Clubs“, wie Tahir Kolay den Viernheimer Unternehmer betitelte.

Kolay definierte auch seine Ziele für die kommenden zwölf Monate. „Mein Motto lautet: Kultur, Bildung und Sport in Freundschaft erleben“. Damit gemeint sind die Präsidentenreise nach Istanbul und ein Besuch im Museum am Bodensee, im Hambacher Schloss, der Golfausflug im September, das präsidiale Grillen, die Herbstwanderung und die rotarische Weihnachtsfeier.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Persönliche Begegnungen fehlten

Zuvor hatte Uwe Nitzinger in seiner Abschiedsrede einen Blick zurück auf seine außergewöhnliche Amtszeit geworfen. „Was sagt man, wenn das letzte Präsenz-Meeting mehr als acht Monate zurückliegt und man Freunde in diesem Jahr gar nicht oder kaum getroffen hat? Kann man dann einfach so tun, als wäre in dem zurückliegenden Jahr nichts Besonderes geschehen? Nein, sicher nicht. Dafür hat sich unser aller Leben zu sehr von dem unterschieden, was wir als Normalität ansehen“, betonte Nitzinger.

Im Rückblick wurde das Sommerfest mit den Freunden vom Lions Club erwähnt, das mit einem tollen Feuerwerk endete. Auch beim nachträglich begangenen rotarischen Neujahrsfest ließ man es so richtig krachen. Die klassische Golf- und Kulturreise ging nach Bad Soden und nach Bad Orb. „Dass es am Ende mehr als 30 Online-Meetings wurden, das hatten selbst die Optimisten nicht geglaubt und auch die Pessimisten kaum für möglich gehalten“, rechnete Nitzinger nach und endete: „Unserem Freund und zukünftigem Präsidenten Tahir Kolay wünsche ich, dass ihm das Schicksal eines Fernsehpräsidenten erspart bleiben möge“.

Die im vergangenen Jahr geleisteten Spenden, die größtenteils von Werner Gutperle getragen wurden, gingen in erster Linie an kommunale und regionale Organisationen – etwa an die Jugendfeuerwehr, den Verein für pädagogische und soziale Bildungsarbeit „Lernmobil“, den Vogelpark, die Kindertagesstätte Arche Noah, den Kinderschutzbund, den Hospizverein und das Förderband, einen gemeinnützigen Verein zur Förderung der beruflichen Integration junger Menschen in Viernheim. Aber auch ein Kinderkrankenhaus in Indien wurde bedacht. Weitere Gelder gingen an die drei Familien des Häuserbrandes. Dafür gab es auch eine Anerkennung der Rotary Foundation in Form eines Banners als Nummer zwei Club im Distrikt 1860.

Freier Autor

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1