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Ausflug

Regenbogen als Zeichen der Hoffnung

Trauer-Weg in Brensbach beeindruckt Ehrenamtliche des Viernheimer Hospizvereins

Von 
red
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Die Skulptur eines farbenfrohen Regenbogens steht am Anfang und Ende des Trauer-Weges in Brensbach. © Gemeinde Brensbach/Angela Schmidt

Viernheim. Gemeinsam machten sich die ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen des Viernheimer Hospizvereins mit ihren Koordinatorinnen auf den Weg nach Brensbach im Odenwald. Der beschauliche Ort hat etwas ganz Besonderes zu bieten: Am unteren Teil des Friedhofes befindet sich ein beeindruckender Trauer-Weg. Auf der Suche nach dem Sinn von Trauer und Leid, auf der Suche nach Antworten, wie man mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht, finden sich auf dem Trauer-Weg Brensbach zahlreiche Stationen, die die Gefühlswelt nach einem Verlust repräsentieren.

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Seit jeher gehen Trauernde immer durch die gleichen Schritte der Trauerbewältigung. Durch Schock, Wut, Angst und Leiden. Doch auch wenn der Tod nicht rückgängig zu machen ist, folgt auf diese negativen Gefühle die Erfahrung des Annehmens und des zu sich Findens. Mit dem Loslassen in diesen Phasen ist ein wichtiger Schritt in ein Leben mit neuen Kräften und für neue Lebensentwürfe geschafft.

Unterstützung erforderlich

Eine der ersten kunstvoll gestalteten Stationen des Trauer-Weges ist zum Beispiel ein entwurzelter Baum. Für die erste Zeit der Orientierungslosigkeit braucht es Begleitung und haltende Hände. Das wurde den Viernheimer Trauerbegleiterinnen auch auf einem unwegsamen Pfad bewusst, den man nicht alleine nur schwer begehen kann.

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Große Stelen mit Glasbildern, in denen sich das Licht bricht, stellen Gefühle dar, welche Trauernde durchleben. Erinnerungssteine, ein offenes Fenster und eine Bank sind Symbole der Ruhe und für die Zeit, die sich jeder Trauernde nehmen sollte, um sich aus der Erstarrung lösen zu können. Labyrinth und Palisadenweg symbolisieren die Zuversicht, den Lebensweg ohne den geliebten Menschen weiterzugehen und Begleitung und Unterstützung von (erfahrenen) Mitmenschen anzunehmen.

Dank der Führung von Annette Claar-Kreh, evangelisches Dekanat Vorderer Odenwald, konnten die Damen sehr intensiv den Wandlungsprozess aus scheinbar aussichtsloser Trauer in ein zu sich kommen erfahren. Beginn und Ende des Rundgangs ist ein wunderschöner großer Regenbogen als Zeichen der Hoffnung: Das Leben ist für die Lebenden. Bewegt, inspiriert und voller Anregungen wurde der Ausflug mit einem geselligen Beisammensein beendet.

Wer das Team des Viernheimer Hospizvereins im Bereich der Trauerbegleitung ehrenamtlich unterstützen möchten, kann sich telefonisch unter 06404/6 02 5 59 oder per E-Mail an info@hospizverein-vhm.de bei den Verantwortlichen melden. red

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