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SPD - Mitgliederversammlung der Viernheimer Sozialdemokraten / Ex-Bürgermeister Norbert Hofmann schlägt Verwaltungsneubau vor

„Rathaussanierung wäre ein Fass ohne Boden“

Von 
Othmar Pietsch
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Die Mitgliederversammlung der Viernheimer SPD im Bürgerhaus (v.l.): Michael Kosbau, Jenny Dieter, Daniel Schäfer und Sven Lubkowski. © Othmar Pietsch

Viernheim. Nach vielen Videokonferenzen und Internettreffen konnten die Viernheimer Sozialdemokraten ihre diesjährige Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung durchführen. „Wir sind froh, uns nach gut acht Monaten wieder einmal persönlich treffen und austauschen zu können“, sprach Jenny Dieter, Vorsitzende des Ortsverbandes, bei der Begrüßung den Anwesenden aus dem Herzen. Weil keine Personenwahlen auf der Tagesordnung standen, konnte man sich nach einem Blick in die Vergangenheit anstehenden Themen widmen.

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Drastische Worte

Den größten Raum nahm dabei die Debatte um das Rathaus ein, wobei sich die Viernheimer SPD mittlerweile klar gegen eine Sanierung ausgesprochen hat. Norbert Hofmann fand dabei drastische Worte. „Eine Sanierung birgt zu viele Unbekannte und wird zu einem Fass ohne Boden. Wir brauchen keinen Bau mehr für 200 Mitarbeiter in der Stadt. Ein technisches Rathaus an anderer Stelle sollte nicht mehr als zehn Millionen kosten“. Außerdem riet der Ex-Landrat und ehemalige Bürgermeister seinen Parteigenossen „ganz genau auf die politischen Akteure bei CDU und Grünen zu achten“. Helmut Martin ermahnte die Verantwortlichen „die Erfahrungen der Vergangenheit zu nutzen. Zu oft ist man bei solchen Großprojekten nämlich schon in die Kostenfalle getappt.“

Der Fraktionsvorsitzende Daniel Schäfer forderte hierzu belastbare und eindeutige Zahlen, „und zwar so schnell wie möglich. Nur auf dieser Basis kann eine endgültige Entscheidung getroffen werden“.

Diskussion um Kindergarten

Auch die Diskussionen der Vergangenheit um Kindergartenplätze wurden noch einmal aufgegriffen. „Wir haben mit den entsprechenden Gruppen und Personen in Viernheim intensive Gespräche geführt und nach Lösungen gesucht. Andere Parteien hielten das für unnötig“ so Schäfer weiter. Das Konzept einer Bauernhof-Kita werde das Problem sicher nicht lösen. Auch darüber wurde in dieser Zeitung schon ausführlich berichtet. Weitere Punkte waren die Sanierung der Rudolf-Harbig-Halle und der anstehende Bundeswahlkampf. Bei dieser Gelegenheit stellte sich Sven Wingerter als Direktkandidat Kreis Bergstraße und Nachfolger von Christine Lambrecht vor.

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Im Anschluss an die Versammlung ging es bei „Viernheim im Gespräch“ um die seit 25 Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit Silly in Burkina Faso. Aus diesem Anlass führte Matthias Baaß ein Gespräch mit dem Focus-Vorsitzenden Klaus Hofmann über die aktuell schwierige Situation in dem afrikanischen Land. Dabei ging es um die Auswirkungen der Corona-Pandemie, aber auch um die steigende Zahl an inländischen Flüchtlingen, für die in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Spendenaktion zum Ankauf von Lebensmittel ins Leben gerufen worden war.

Freier Autor

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