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Kirche - Dekanatsversammlung spricht sich für die Teilung in zwei große Bereiche aus / Endgültige Entscheidung im November

Pfarrei Viernheim und Pfarrei Ried als favorisierte Lösung

Von 
Sandra Usler
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Viernheim. Das Dekanat Bergstraße soll in zwei große Pfarreien aufgeteilt werden: in die Pfarrei Viernheim und in die Pfarrei Ried. Dieser Vorschlag für eine künftige Struktur wird dem Bischof vorgelegt. Die Entscheidung dazu hat in der vergangenen Woche die Dekanatsversammlung getroffen.

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Die Diözese Mainz hat den Pastoralen Weg angestoßen, der sich mit der Struktur der Kirche, sowohl geistlich als auch organisatorisch, beschäftigt. Bis 2030 soll diese Struktur erneuert sein. „In der ersten Phase dieses Pastoralen Wegs soll jedes Dekanat dem Bischof ein pastorales und strukturelles Konzept als Vorschlag vorlegen“, erklärt Engelbert Renner. Der Dekanatsreferent begleitet zusammen mit Dekan Peter Kern den Prozess im Dekanat Bergstraße West.

Apostelkirche, Michaelskirche, Hildegardkirche und Marienkirche sollen die Pfarrei Viernheim bilden. © Othmar Pietsch

Vorgabe des Ordinariats sei es, aus fünf Pfarrgruppen zwei Pfarreien zu bilden. Aus den Beratungen der Dekanatsgremien seit Sommer 2020 gingen drei mögliche Optionen hervor. Von der Vorgabe abweichen würde die Variante, die das Dekanat in drei Pfarreien aufteilen würde: Lampertheim mit Hüttenfeld und Hofheim, Bürstadt mit Bobstadt, Biblis, Groß-Rohrheim, Wattenheim und Nordheim sowie Viernheim. Auch die Version, das ganze bisherige Gebiet des Dekanates zu einer einzigen Pfarrei zusammenzufassen, würde nicht der Vorgabe entsprechen. Bei der Option mit zwei Pfarreien war die Aufteilung in die „Pfarrei Viernheim“ und die „Pfarrei Ried“ am sinnvollsten.

Über diese drei Optionen stimmten die 52 Mitglieder der Dekanatsversammlung – alle Hauptamtlichen der Gemeinden, die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden sowie Hauptamtliche aus den Bereichen Schule, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Familienbildungswerk, Caritas, Betriebsseelsorge und Dekanat – per Briefwahl im Juni ab. 60 Prozent sprachen sich für die Zwei-Pfarreien-Lösung aus, für drei Pfarreien stimmten 34 Prozent. Die Großpfarrei war mit sechs Prozent weit abgeschlagen.

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Deutliche Mehrheit

Bei der Dekanatsversammlung in der vergangenen Woche in der Pfarrkirche St. Peter in Bürstadt wurden die beiden Optionen zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. Nachdem die Vor- und Nachteile eingehend beleuchtet und besprochen wurden, erfolgte die Wahl in geheimer Abstimmung. Mit 88 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde deutlich für die Zwei-Pfarreien-Lösung gestimmt. „Bei dieser Entscheidung handelt es sich erstmal nur um den Vorschlag für das Pastorale Konzept des Dekanats“, stellt Engelbert Renner klar, dass dieses Votum nicht endgültig ist. Denn das Gesamtkonzept wird ebenfalls auf einer Dekanatsversammlung, voraussichtlich am 18. November, verabschiedet und dann Bischof Peter Kohlgraf zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. „Ziel ist es, ab Pfingsten 2022 in den neuen Strukturen zu arbeiten und die entsprechenden Fusionen nach und nach in den kommenden Jahren bis spätestens 2030 zu vollziehen“, erläutert Renner .

Zwei Anregungen aus der jüngsten Versammlung fließen in das Pastorale Konzept mit ein. Man dürfe nicht nur vor Ort neue Strukturen und Pastoralpläne erarbeiten, sondern man müsse die Ursachen der Kirchenaustritte, des Priestermangels sowie der zurückgehenden Zahl an Gläubigen auf den höheren kirchlichen Entscheidungsebenen offen analysieren und nachhaltig angehen.

Außerdem sollen die leitenden Priester von den zunehmenden Verwaltungsaufgaben entlastet werden.

Freie Autorin

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