Benefizaktion - Lenkungsgruppe Integration sucht gebrauchte Laptops für Menschen mit geringem Einkommen Nachhaltig – und vor allem sozial

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JR
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Spendenaufruf am früheren Apostelpfarrhaus: Jörg Wieandt (v.l.), Herbert Kohl und Matthias Baaß bitten die Bürger darum, Bedürftigen ihre nicht mehr benötigten Laptops zur Verfügung zu stellen. © Othmar Pietsch

Viernheim. . „Es ist ein Projekt, bei dem es nur Gewinner gibt, und die Idee ist so einfach wie genial. Wer sich einen leistungsfähigeren Laptop zugelegt hat und nicht weiß, was er mit dem Altgerät machen soll, kann dieses Menschen mit geringem Einkommen spenden“, beschreibt Herbert Kohl, Gemeindereferent der Katholischen Kirche Viernheim, die Initiative der städtischen Lenkungsgruppe Integration. Bei einem Pressetermin am Freitag vor dem ehemaligen Apostelpfarrhaus kündigt auch Bürgermeister Matthias Baaß seine Unterstützung für die Aktion an und ruft die Viernheimer Bürger zur Mithilfe auf.

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Demnächst will der Rathauschef sogar selbst seinen ausgedienten Laptop vorbeibringen, wie er betont. Nach einer Überholung könne der Computer weitergegeben werden. „Durch diese Initiative bekommen Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, über das Internet am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und sich fortzubilden. Jeder sollte seinen Speicher oder Keller nach entsprechenden Geräten durchstöbern. Die bisherigen Erfolge zeigen, dass die Viernheimer immer bereit sind, sich gegenseitig zu helfen“, erklärt Matthias Baaß.

Aktualisierung der Software

Jörg Wieandt vom Gemeindepsychiatrischen Zentrum Bergstraße-Ried des Caritasverbandes ist ebenso mit im Boot und kümmert sich um die Aktualisierung der Software. „Die gespendeten Geräte werden quasi auf Null gesetzt, und es wird ein neues Betriebssystem aufgespielt. Dabei wird natürlich auch der Datenschutz gewahrt. Anschließend werden die Altgeräte wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt und landen nicht auf dem Müll.“

Die alten Laptops – oder auch Smartphones – können im Pfarrhaus der Marienkirche oder im Gemeindepsychiatrischen Zentrum neben der Apostelkirche abgegeben werden. Kooperationspartner sorgen dafür, dass die Geräte für den weiteren Gebrauch instand gesetzt werden. „Wir können allerdings noch einen Fachmann für die Hardware gebrauchen, denn oft weisen die Computer den einen oder anderen Schaden auf“, teilt Herbert Kohl mit. Die Arbeiten könnten in der Computerwerkstatt des Sozialzentrums durchgeführt werden. Aktuell werden 15 Geräte benötigt.

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Menschen, die sich aufgrund ihrer finanziellen Situation keinen Laptop leisten können, sollen sich nach Angaben der Organisatoren im Katholischen Sozialzentrum am Vogelpark melden, um ihren Bedarf anzumelden. Diesen Personen würden die überholten Geräte zur Verfügung gestellt, um ihnen „eine Teilhabe am virtuellen Leben zu ermöglichen“. JR