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Bildung - Modulbau soll die Raumnot an der AvH-Schule lindern, bis Erweiterungsbau errichtet ist

Klassenzimmer fliegen ein

Von 
Sandra Usler
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Die ersten Klassenzimmer-Module wurden per Lkw an der AvH-Schule angeliefert. © Sandra Usler

Viernheim. Da bekommt das „fliegende Klassenzimmer“ gleich eine andere Bedeutung: An der Alexander-von-Humboldt-Schule (AvH) schweben einzelne Raummodule in der Luft und werden vorsichtig an den neuen Standort gesetzt. Die Europaschule bekommt nämlich fünf neue Unterrichtsräume.

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Die Schüler haben am letzten Schultag gerade erst das Schulgelände verlassen, da rollen die Schwertransporter auf den Schulhof. Auf dem ehemaligen Bolzplatz, direkt neben den bestehenden Containern, entsteht ein weiteres Modulgebäude. Ein Kran hievt die Elemente nacheinander auf die Fundamente, wo sie dann zu großen Klassenräumen verbunden werden.

„Und es sind definitiv keine Blechkisten“, sagt Johannes Kühn, der technische Betriebsleiter des Eigenbetriebs Schule und Gebäudewirtschaft im Kreis Bergstraße. Die Module seien nicht einfache Container, sondern entsprächen in Anforderung und Ausstattung einem herkömmlich gebauten Gebäude. „Mit Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz sind die Modulbauten auch energetisch effizient“, erläutert Kühn.

Die Maßnahme lässt sich der Kreis Bergstraße als Schulträger etwas kosten: „Wir investieren hier rund 720 000 Euro“, sagt Christian Engelhardt, der beim Abladen der Module zuschaute. Und der Landrat begründet es auch ganz einfach: „Wir brauchen Platz für die Schüler.“ Platzmangel herrscht an der Alexander-von-Humboldt-Schule bereits seit einigen Jahren. Darum soll die Schule auch erweitert werden. Erst kürzlich wurde das Raumfunktionsbuch aufgesetzt (wir berichteten). Bis die entsprechende Architektenplanung aber fertig ist, die Ausschreibung der Gewerke und letztendlich die Vergabe und Ausführung erfolgt ist, wird es Jahre dauern. Damit im kommenden Schuljahr und dann auch während der anstehenden Baumaßnahmen der Unterricht stattfinden kann, bringen die Modulbauten mehr Platz. „Die Module sind also keine Übergangs-, sondern eine längerfristige Lösung“, betont Engelhardt.

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Schon im vergangenen Jahr sind solche Alternativbauten auf dem AvH-Schulgelände aufgestellt worden. „Wir haben trotzdem Fachsäle zum Klassenzimmer umfunktioniert, damit wir alle Klassen unterbringen“, erzählt Lutz Ackermann, stellvertretender Schulleiter der AvH. Der weitere Modultrakt bringe mit vier Klassenzimmern und einem Technikraum erhebliche Verbesserungen. „Damit kommen wir jetzt gut hin“, ist Ackermann sicher und ergänzt: „Eine Klasse werden wir vermutlich fest in dem neuen Teil unterbringen, die anderen Säle werden dann flexibel belegt – je nachdem, wer gerade einen Raum mit entsprechender Technik braucht.“ Denn die Modulräume sind mit Whiteboards, Beamer und einem Anschluss für mobile Endgeräte ausgestattet.

„Wir sind froh, dass die Anlieferung pünktlich zum Start der Sommerferien geklappt hat“, blickt der Landrat zufrieden auf die Elemente, die nach und nach abgesetzt werden. In den nächsten sechs Wochen sollen die Modulbauten fertig installiert, innen ausgestaltet und eingeräumt werden, damit die Klassenzimmer zum Start des neuen Schuljahres genutzt werden können.

Freie Autorin

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