Europameisterschaft

Kickboxer feiern gelungenen Saisonabschluss in der Türkei

Drei Sportler des Viernheimer Teams Body Attack zeigen in Antalya starke Leistungen. Tarek Stucki erhält die Kampfrichter-A-Lizenz

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red
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Die Kickboxer von Body Attack mit Kampfrichter Tarek Stucki (l.) in der Türkei. © Body Attack

Viernheim. Erst kürzlich fanden die Kickbox-Europameisterschaften der Wako in Antalya statt. Mit 39 Nationen und 1000 Meldungen in den verschiedensten Disziplinen war es ein hochkarätiges Starterfeld. Vom Viernheimer Team Body Attack konnten sich drei Sportler in vorherigen Turnieren qualifizieren.

Sami Jakob kämpfte Kick Light in der Gewichtsklasse bis 79 Kilo. Er machte in Runde eins alles richtig, konnte die Punkte ausgleichen und ab Runde zwei starten. Im Kampf passte er einmal nicht auf und musste einen sehr harten Kick zum Kopf einstecken. Von diesem Kick erholte er sich zu spät, und der Kampf musste abgebrochen werden. Somit war das Aus im ersten Kampf für Sami besiegelt.

Maximilian Peter ging im Kick Light 69 Kilo an den Start und musste im Achtelfinale gegen einen Gegner aus Aserbaidschan ran. Maxi zeigte ab der ersten Sekunde, warum er in die Türkei gekommen war und gab seinen Gegner nicht den Hauch einer Chance. Somit stand er verdient im Viertelfinale. Hier wartete ein Bulgare, der durch ein Freilos und somit ausgeruht ins Achtelfinale kam. Maxi machte auch hier wieder ab Runde eins Druck und zog das den kompletten Kampf durch. Dennoch waren die Punktrichter nicht auf der Seite des Viernheimers, und somit verlor Maxi am Ende denkbar knapp das Viertelfinale.

Kiss verliert Krimi knapp

Der Dritte im Bunde war Andras Kiss. Andras startete im Ringsport in der Disziplin Low Kick bis 81 Kilo. Er machte seine Aufgabe sehr gut und konnte in seinem ersten Kampf klare Treffer setzen. Die Punkte-Tafel sprang ständig hin und her – ein echter Krimi, aber auch Andreas musste sich am Ende knapp geschlagen geben.

Tarek Stucki war als Internationaler Kampfrichter eingesetzt und bekam für seine sehr guten Leistungen verdient die A-Lizenz überreicht. Er ist jetzt der weltweit jüngste Kampfrichter der Wako mit einer A-Lizenz.

Das Wettkampfjahr 2022 neigt sich langsam dem Ende zu, und es war im Vergleich zu den letzten von Corona gesteuerten Jahren wieder ein großartiges wettkampfreiches Jahr. Auch wenn gerade zu Beginn der Saison noch nicht alles wieder normal lief, konnte zum Ende des Jahres weitestgehend unter den gewohnten Bedingungen gekämpft werden.

Das Team von Body Attack würdigt das Engagement seiner Sponsoren, ohne deren Unterstützung vieles nicht möglich gewesen wäre. Voraussetzung für die Teilnahme an internationalen Turnieren ist die Qualifikation für die Nationalmannschaft, was natürlich mit enormen Kosten verbunden ist.

Startgeld, Anreise, Unterbringung und Verpflegung sind gerade für die jüngeren Sportler eine Belastung, betont Body Attack. Das Team ist stolz auf die Unterstützung der Sponsoren und hofft auf die entsprechende Förderung auch im Wettkampfjahr 2023. red