Benefizaktion - Kinderkrankenhaus der Gerdi Gutperle Stiftung im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu erwartet demnächst den einmillionsten Patienten

Harter Kampf gegen Covid-19 und das Dengue-Fieber

Von 
JR
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Auch für die Kleinsten im Einsatz: Am Gerdi Gutperle Agasthiyar Muni Child Care Centre in Südindien hält Namensgeberin Gerdi Gutperle ein Baby im Arm. © Gerdi Gutperle Stiftung

„Arme Kinder in Indien brauchen nicht unser Mitleid, sondern unsere Hilfe“. Mit diesen Worten vor Augen rief die Viernheimer Künstlerin Gerdi Gutperle zusammen mit ihrem Ehemann, dem Unternehmer Werner Gutperle, im Jahr 2002 die Gerdi Gutperle Stiftung ins Leben. Ziel war es, im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu ein Kinderkrankenhaus und Gesundheitszentrum zu betreiben, das qualitativ hochwertige, ganzheitliche Gesundheitsversorgung für bedürftige Kinder anbietet, unabhängig von Kaste und Glauben. Das Gerdi Gutperle Agasthiyar Muni Child Care Centre (GGAMCCC) wurde zu einer Erfolgsgeschichte, denn demnächst wird der einmillionste Patient erwartet.

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Die Stiftung finanziert sich durch den Verkauf der Werke der Künstlerin und durch private Spenden. Die Zahnarztpraxis wird vom Rotary-Club Viernheim unterstützt. Für ihr Engagement in Indien wurde Gerdi Gutperle 2017 der internationale „Orden des Lächelns“ verliehen, 2009 wurde das Ehepaar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im Lauf der Jahre folgten auf dem Krankenhausgelände mehrere Erweiterungsbauten wie die Geburtsstation sowie eine Mutter-Kind-Station oder das vor einem Jahr eingeweihte Rehabilitations- und Therapiezentrum für Kinder. Dazu zählt eine Sonderschule für Kinder, die unter zerebraler Lähmung, Autismus oder Mehrfachbehinderungen leiden. Jüngst wurde ein Vertrag mit der indischen Regierung über die Förderung der im Zentrum integrierten Sonderschule geschlossen.

Bei der Impfkampagne dabei

Derzeit bindet auch die Corona-Pandemie viele Ressourcen des GGAMCCC. Indien verhängte am 22. März 2020 einen Lockdown und startete Mitte Januar 2021 eine landesweite Impfkampagne. In jedem Bezirk wurden Krankenhäuser ausgewählt, die das Potenzial hatten, Covid-Fälle zu versorgen. Aufgrund der Qualität und der vorhandenen Einrichtungen nahm das GGAMCCC das Angebot gerne an, da es sich besonders der Versorgung von Kindern aus armen und weniger privilegierten Familien verschrieben hat.

Das Personal wurde über die Gefahren des Virus sowie über vorbeugende Maßnahmen informiert und mit persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet. Gleichzeitig wurden öffentliche Veranstaltungen an Busbahnhöfen und anderen Orten durchgeführt, um das Bewusstsein für Covid-19 zu fördern. Mit dem Ziel, Fieberfälle von anderen Patienten zu trennen, wurde das neue Reha- und Therapiezentrum auf dem Campus kurzerhand in eine temporäre Fieberklinik mit Einrichtungen zur Aufnahme und Behandlung von Kurzzeitpatienten umgewandelt. Der Zutritt zu den Krankenhausgebäuden wurde zudem eingeschränkt.

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Was die Behandlungen während der Pandemie betrifft, wurde von der Regierung angeordnet, dass nur essenzielle Leistungen, und diese mit äußerster Umsicht, durchgeführt werden. Nach Beratungen mit Ärzten entwickelte das Management des GGAMCCC Strategien, um Infektionen zu verhindern und wesentliche Dienstleistungen zu organisieren.

„Obwohl die Einnahmen des Krankenhauses geringer waren, wurde der Belegschaft das volle Gehalt gezahlt. Wir legen großen Wert darauf, dass kein Mitarbeiter aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen Auswirkungen vom Dienst befreit werden musste. In vielen anderen Krankenhäusern im Land kam es indessen zu Gehaltskürzungen“, ließ Gerdi Gutperle wissen.

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Während das Land versucht, die Corona-Pandemie einzudämmen, breitet sich das Dengue-Fieber in einigen Teilen Indiens rasch aus. Die Erfahrungen mit Covid-19 dürften sich hinsichtlich der Bewältigung des Dengue-Fiebers sowie anderer Infektionen sicherlich als äußerst hilfreich erweisen.

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Spenden erforderlich

Um die Stiftung zu finanzieren, geht Gerdi Gutperle mit gutem Beispiel voran: Der gesamte Erlös aus dem Verkauf ihrer Werke fließt in die Stiftung. Doch wie jede andere wohltätige Institution auch, ist die Stiftung auf finanzielle Unterstützung in Form von Spenden angewiesen. Das Spendenkonto: Sparkasse Starkenburg, IBAN: DE59 5095 1469 0003 0761 41, BIC: HELADEF1HEP JR