Initiative Makerspace - Nachfrage nach den Zweirädern blieb hinter den Erwartungen zurück

Günstige Drahtesel im Überfluss auf dem Radbasar

Von 
Othmar Pietsch
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Mit knapp 100 Drahteseln war das Angebot beim Radbasar der Fahrradwerkstatt von Makerspace so groß wie noch nie. Die Nachfrage ließ aber zu wünschen übrig. © JR

Viernheim. In der Fahrradwerkstatt der ehrenamtlichen Initiative Makerspace wurde in den vergangenen Wochen wieder kräftig Hand angelegt. Herausgekommen sind zahlreiche gebrauchte Drahtesel, die in liebevoller Arbeit wieder straßentauglich gemacht wurden. So standen anlässlich des Radbasars dieser Tage fast 100 Zweiräder im Hof des katholischen Sozialzentrums in der Stadionstraße.

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„So viele Fahrräder wie heute hatten wir bisher noch nie im Angebot. Leider blieb die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück, wir hätten gerne mehr davon verkauft“, zeigte sich Hubert Bundschuh, Sprecher der Fahrradwerkstatt von Makerspace, enttäuscht. Weil sich doch weniger Kunden als erhofft auf dem Rasbasar eingefunden hatten, mussten viele Drahtesel wieder weggepackt werden. „Wir machen das ja nicht für uns. Der Erlös kommt jedes Jahr mehreren Organisationen und Vereinen in Viernheim zugute“, beschreibt Bundschuh die Intention der Hobbyschrauber.

Zu wenig Platz im Lager

Zu einem großen Problem wurde zuletzt die Lagerkapazität, die eigentlich schon ihre Grenze erreicht hat. Eine Vergrößerung macht keinen Sinn, schließlich sollen die Räder wieder auf die Straße zurück kehren.

Jetzt wurde wohl eine Möglichkeit gefunden den Bestand deutlich zu reduzieren. „Es gibt einen Kontakt mit einem Verein in Mannheim, der gebrauchte Fahrräder nach Südafrika verschickt, wo diese Bikes stark gefragt sind“, verriet Bundschuh und hofft auf erfolgreiche Gespräche.

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Außerdem wird mittlerweile an Dienstagen während der Öffnungszeiten (18 bis 20 Uhr) ein Verkauf angeboten. An jedem dritten Dienstag eines Monats können Räder weiterhin für kleinere Reparaturen vorbeigebracht werden.

Die Gruppe der Hobbybastler umfasst derzeit sieben Personen, die sich einmal pro Woche treffen, um zu schrauben, zu flicken und auch zu diskutieren. Die Räder werden von Privatpersonen gespendet, ein Großteil kommt vom Radhaus Hofmann, das auch Ersatzteile liefert. Durch das Engagement der Fahrradspezialisten kommen Jahr für Jahr mehrere Tausend Euro zusammen, die als Spenden weitergegeben werden. Der nächste Radbasar ist im Juni geplant. JR

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