AdUnit Billboard
Focus - Afrikaverein finanziert mithilfe von Spendengeld Netze, die vor Malariamücken schützen sollen

Große Freude über 7600 Moskitonetze

Von 
Othmar Pietsch
Lesedauer: 
Die Moskitonetze wurden an 39 Schulen in der Partnerregion Silly in Burkina Faso verteilt. © Focus

Viernheim. Während man sich hierzulande über den Krieg in der Ukraine sowie Maskenpflicht und Imfpungen wegen Corona Gedanken macht, treiben die Bewohner in Viernheims Partnerstadt Silly in Burkina Faso ganz andere Sorgen um. Dort geht es um fehlende Nahrung, aber auch um die gefürchtete Krankheit Malaria, eine der meisten Todesursachen – gerade bei Kindern und Jugendlichen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Um die Not zu lindern und die Gefahr zu minimieren, hat der Viernheimer Afrikaverein Focus noch vor Weihnachten vergangenen Jahres eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Dabei kam überraschend viel Geld zusammen, mit dem 7600 Moskitonetze angeschafft werden konnten. Vor Kurzem wurden die Netze nun an die Schulkinder übergeben.

Bei der Weihnachtsaktion „Moskitonetze für Silly“, die unter der Schrimherrschaft von Bürgermeister Matthias Baaß und dem Stadtverordnetenvorsteher Norbert Schübeler stand, waren innerhalb weniger Wochen 27 925 Euro zusammen gekommen.

Vorstand überwältigt

Susanna Garbo, Susanne Grüb-Klotz, Klaus Hofmann und Wolfgang Pachner vom Focus-Team Gesundheit waren überwältigt. Der Vorstand des Vereins entschloss sich spontan, den Betrag auf 40 000 Euro aufzustocken.

Die 7600 Moskitonetze wurden auch an schwangere Frauen und in den Gesundheitsstationen verteilt, um die Sicherheit vor den fatalen Insektenstichen zu erhöhen. Weil oft auch Babys und kleinere Kinder mit in den Betten ihrer Eltern schlafen, ist die tatsächliche Zahl derer, die durch die Netze geschützt werden, sogar noch deutlich höher.

Angeschafft wurden die von der Weltgesundheitsorganiation WHO empfohlenen Moskitonetze PermaNet 3.0, die besonders hochwertig und langanhaltend wirksam sind. Abbe Rene vom Berufsbildungszentrum (BBZ) und ein Team organisierten den Ankauf, den Transport und die Verteilung der Netze an den 39 Schulen der Partnerregion Silly. Burkina Faso zählt zu den zehn Ländern mit den meisten Malariafällen und Todesfällen, drei Prozent der weltweiten Malaria-Fälle und vier Prozent der Todesfälle weltweit.

Eine Infektion mit Malariaparasiten kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, die von fehlenden oder sehr milden Verläufen bis hin zu schweren Erkrankungen und sogar zum Tod reichen. Malariaerkrankungen werden als unkompliziert oder schwer kategorisiert.

Malaria ist eine heilbare Krankheit, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird. Im Jahr 2020 infizierten sich weltweit etwa 241 Millionen Menschen mit Malaria. Rund 630 000 Menschen sind daran gestorben. Eine einfache, aber wirksame Präventionsmaßnahme für den persönlichen Schutz ist der Gebrauch von Moskitonetzen.

Freier Autor

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1