Siedlergemeinschaft

Gemeinschaft wieder stärker im Fokus

Neujahrsempfang bietet durch Rück- und Ausblick auf anstehende Termine

Von 
JR
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Siedler-Chef Waldemar Kempf (l.) stieß zusammen mit den Vereinsmitgliedern beim Neujahrsempfang auf das neue Jahr an. © Othmar Pietsch

Viernheim. Rund um den Jahreswechsel ist die Zeit, um zurück, aber auch nach vorne zu blicken. So auch bei der Siedlergemeinschaft Viernheim, die nach zweijähriger Pause ihre Mitglieder erneut zu einem Neujahrsempfang einladen konnte. Nachdem man in den vergangenen zwölf Monaten wieder fast alle traditionellen Veranstaltungen durchführen konnte, soll es auch in 2023 positiv weiter gehen. Siedler-Chef Waldemar Kempf gab sich jedenfalls optimistisch „Wir wollen wieder mehr gemeinsam unternehmen und den Aufwärtstrend fortsetzen.“

Nachdem man 2022 auf den Fachvortrag verzichten musste, konnte endlich wieder ein Gartenwettbewerb durchgeführt werden. „Es ging darum, den größten Wirsingkohl zu züchten. Leider mussten einige Köpfe vorzeitig geerntet werden, weil sie aufgrund der Witterungsverhältnisse zu schnell gewachsen waren und ins Kraut gingen. Edith Schreiber und Gerhard Müller teilten sich mit 80 Zentimeter Umfang den ersten Platz. Bei der Jugend brachte es der Wirsing von Klara Brückmann auf stolze 71 Zentimeter“, erinnerte Kempf.

Der Frühjahrsausflug führte nach Lorsch. Es war eine Entdeckungsreise in die Zeit der Karolinger, die dort um etwa 800 nach Christus lebten. Die Besichtigungstour ging durch das Freilichtlabor Lauresham, den Erweiterungsteil des UNESCO-Welterbe-Areals Kloster Lorsch. Lauresham ist der alte Name für Lorsch. Abschluss war in der Lorscher Brauerei mit einem deftigen Essen und hausgebrautem Bier.

Beim Siedlerfest waren dann fast alle Mitglieder gefordert, „denn bei der Veranstaltung wurden wir förmlich überrannt. Die Leute waren nach der Coronapause wohl regelrecht ausgehungert und die für drei Tage gekauften Vorräte waren schon nach dem ersten Tag aufgebraucht. Auf dem Festgelände und im Zelt gab es fast kein Durchkommen“, schilderte Waldemar Kempf das Geschehen. Entsprechend gut besucht war auch der Helferabend Anfang Oktober, der in der Vereinsgaststätte Ionion mit 72 Siedlern stattfand.

Den Jahresabschluss bildete das Wintergrillen auf dem Siedlerplatz, zu dem auch der Nikolaus gekommen war. Es gab wieder Geschenke für die 22 Kinder, heiße Getränke wie Glühwein und Kinderpunsch. Natürlich durften Bratwürste nicht fehlen. „Es waren die letzten der Metzgerei Kempf, die bekanntlich ihren Betrieb eingestellt hat“, stellte Kempf rückblickend mit Bedauern fest.

Die Planungen für das neue Jahr sind auch schon angelaufen. So soll am Samstag, 11. März, wieder ein Gartenfachvortrag stattfinden, das Thema ist allerdings noch offen. Fünf Tage später sind die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Am 29. April fällt der Startschuss für den Gartenwettbewerb, was gepflanzt wird, ist aber noch nicht entschieden. Die Ernte soll am 16. September erfolgen, anschließend ist Siegerehrung.

Der Frühjahrsausflug führt am 6. Mai ins Edelsteinmuseum Idar-Oberstein. Die Vorbereitungen auf das Siedlerfest beginnen am 25. Mai mit der Helferversammlung im Siedlergemeinschaftshaus. Das Zelt wird am 24. Juni aufgeschlagen, um vom 30. Juni bis zum 2. Juli das älteste Volksfest der Stadt feiern zu können. Im Herbst geht es am 23. September in den Kurpfalzpark Wachenheim, wo die Gemeinschaft genauso gepflegt wird, wie beim Helferabend am 14. Oktober. Das Wintergrillen wurde auf den 9. Dezember terminiert. JR