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Benefizaktion

Ganz in Weiß: Picknick für Waisenkinder in Namibia

Verein Stand up for Africa lädt zu einem besonderen Treffen unter freiem Himmel ein

Von 
JR
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Das Picknick des Vereins Stand up for Africa ist ganz in Weiß gehalten. Mit Spenden wollen die Teilnehmer ein Waisenhaus in Namibia unterstützen. © Othmar Pietsch

Viernheim. Der Verein Stand up for Africa hat es sich zur Aufgabe gemacht, Projekte für Waisenkinder in der Kavango-Region im Norden von Namibia zu unterstützen. Dabei geht es hauptsächlich darum, die Bedingungen in einem Waisenhaus zu verbessern. Nachdem es zuletzt wenig Möglichkeiten gab, bei Veranstaltungen Spenden zu sammeln, hatten die Verantwortlichen nun zu einer weißen Nacht eingeladen.

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Bei diesem Picknick unter freiem Himmel war die Farbe weiß Programm: Weißes Kleid, weiße Hose, weißes Hemd und sogar die Dekoration wie Tischdecken und Kerzen waren dem Anlass entsprechend ausgefallen. Für die dezente Hintergrundmusik sorgten Marc Bugert am Keyboard und Philipp Fortner mit dem Saxofon.

Wiederholung geplant

Die Gäste mussten allerdings Tische, Stühle, Geschirr, Speisen und Getränke selbst mitbringen und am Ende die Utensilien auch wieder mit nach Hause nehmen. So sieht es das Konzept der weißen Nächte vor, das vor vielen Jahren am Seine-Ufer in Paris erstmals umgesetzt wurde. Für den Viernheimer Förderverein war das Treffen auf einem idyllischen Grundstück am Wiesenweg eine Premiere. Obwohl sich die Zahl der Mitstreiter noch in Grenzen hielt, soll es eine Wiederholung geben. „Ziel dieses etwas anderen Picknicks war es, sich zu treffen, einen angenehmen Abend zu genießen und über unsere Projekte zu sprechen. Wer wollte, konnte eine freiwillige Spende leisten“, sagte der Vorsitzende Joachim Hermes über die die Absicht des Vereins.

„Eigentlich müssten viele Türen des mit knapp 50 Kindern belegten Waisenhauses erneuert werden. Diese kosten jedoch genau so viel wie Türen hier in Deutschland. Die Stiftung Weltkirche als Träger der Einrichtung übernimmt aber nur noch Löhne und Gehälter“, erklärte Hermes den Notstand bei der Kavango Community Development Foundation in Namibia. Nicht zuletzt seien die Energiekosten zuletzt stark gestiegen, weshalb man über den Bau einer Photovoltaikanlage nachdenke. Sonne gebe es in diesem afrikanischen Land schließlich zu Genüge.

Mitte 2010 stellte der Stammeskönig Hompa Kassian Shiyambi der Stiftung ein 30 000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung, mit der Bitte, dort etwas für die Aids-Waisenkinder der Region zu tun. Die Kavango Community Development Foundation nahm diese Aufgabe an und eröffnete 2015 ein Waisenhaus mit vier Gebäuden nach dem Modell der SOS Kinderdörfer.

Die Versorgung der Bevölkerung mit frischem Trinkwasser ist nach wie vor nicht durch staatliche Stellen gewährleistet. Die Menschen leben zwar am Kavango-Fluss, aber das Flusswasser ist gesundheitsschädlich und die Krokodile sowie Nilpferde stellen eine große Gefahr dar. Sauberes Trinkwasser ist eine der größten Herausforderungen in Namibia. Durch sechs Bohrlöcher sowie über 20 Wassertanks und Leitungen werden schon über 30 000 Menschen durch das Projekt mit frischem Wasser versorgt.

Auf dem Gelände des Waisendorfes wird auch ein Agrarprojekt betrieben, bei dem die Bevölkerung den Einsatz von natürlichem Dünger in der Landwirtschaft sowie die richtige Bewässerung und Anpflanzung lernt. Neben dem traditionellen Anbau von Mais und Mahangu gibt es jetzt auch verschiedene Gemüse- und Obstsorten wie Kohl, Karotten, Tomaten, Kartoffeln, Wassermelonen, Kürbisse, Zucchini, neuerdings auch Bananen und Mangos.

Die Kayova River Lodge ist das Herzstück der Foundation in Namibia. Von dort aus werden alle sozialen Projekte verwaltet. Das Managerehepaar und deren Familie wohnen auf dem Terrain. Gleichzeitig ist die Lodge auch touristischer Ausbildungsbetrieb. JR

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