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TSV Amicitia - Fußballtrainer mit Erster Hilfe vertraut gemacht

Ernstfall erkennen, beurteilen, handeln

Von 
JR
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Fritz Häffner von Malteser-Hilfs-Dienst zeigte den Fußballtrainern des TSV Amicitia beim Erste-Hilfe-Kurs auch die richtige Handhabung eines Defibrillators. © Othmar Pietsch

Viernheim. Was bei einem Fußballspiel oder im Training passieren kann, das war gerade erst bei der Europameisterschaft zu sehen, als der dänische Mannschaftskapitän ohne gegnerische Einwirkung zusammenbrach und das Bewusstsein verlor. Wie die Geschichte ausging – auch weil Rettungssanitäter und Ärzte rechtzeitig eingegriffen haben – ist bekannt. Für die Fußballtrainer des TSV Amicitia war das eine zusätzliche Motivation, am Erste-Hilfe-Kurs beim Malteser-Hilfs-Dienst (MHD) teilzunehmen.

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Uwe Beck, Jugendkoordinator der Blaugrünen, freute sich über die gute Resonanz, auch wenn der Termin schon seit Wochen feststand und nicht mit den Ereignissen bei der EM zu tun hatte. „Es muss ja nicht immer so dramatisch sein wie bei der Euro, aber auch bei kleineren Verletzungen sollte schnellstens Hilfe geleistet werden. Durch diesen Kurs verfügen unsere Trainer jetzt über genügend Kenntnisse, um gerade den Kindern und Jugendlichen zu helfen.“

MHD-Kursleiter Fritz Häffner erläuterte verschiedene Fallbeispiele in der Theorie, mehrere Dinge wurden aber auch in der Praxis demonstriert. „Die Rettung fängt damit an, den Verletzten zu sichern und telefonisch Hilfe zu rufen. Dabei gilt es, präzise Angaben zu machen, was passiert ist, wie viele Personen betroffen sind, welche Verletzung vorliegt, wohin der Rettungswagen fahren muss und wer anruft“, lautet Häffners erster Hinweis.

Natürlich ist es auch wichtig, sich um den Verletzten zu kümmern und Erstversorgungen vorzunehmen. Bei einer Ohnmacht sollte sofort die Atmung überprüft werden. Wie man danach richtig Hand anlegt, wurde dann an der Übungspuppe gezeigt, wo eine Herzdruckmassage an der richtigen Stelle des Brustkorbs und im entsprechenden Rhythmus simuliert wurde. Eine Mund-zu-Nase-Beatmung müsse nicht mehr vorgenommen werden.

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Auch der Einsatz eines Defibrillators stand auf dem Programm. „Die Bedienung ist eigentlich kinderleicht, denn das Gerät erklärt sich selbst, gibt praktisch jeden Schritt genau vor. Ausgelöst wird es nur, wenn es wirklich notwendig ist“, nimmt Fritz Häffner die Angst vor einer falschen Anwendung.

Natürlich ging es auch um typische Sportverletzungen an Haut, Muskeln oder Gelenken sowie die Versorgung offener Wunden. Eisspray aus der Dose oder Flasche, die gerade bei Amateurclubs gerne eingesetzt werden, sind längst nicht mehr nötig. Oft reichen ein paar Eiswürfel zur Kühlung aus. JR

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