AWO

Ehrenamtliche Helfer dringend gesucht

Weil es mehr Kunden, mehr Kleidung und eine größere Verkaufsfläche gibt, will sich das ehrenamtliche Team des AWO-Kleiderladens vergrößern. Es sucht dringend Unterstützung

Von 
Othmar Pietsch
Lesedauer: 
Peter Strickler (v.l.), Petra Lutze, Beate Meyer und Susanne Frenzel. © Othmar Pietsch

Viernheim. „Die Zahl der Helfer ist in den vergangenen Monaten rückläufig, und wir werden ja auch älter“, beschreibt Beate Meyer, die Leiterin des ehrenamtlichen Kleiderladen-Teams der Arbeiterwohlfahrt, das Dilemma. Die Verkaufsfläche habe sich vor knapp vier Jahren vergrößert und auch die Zahl der Kunden sei stetig gestiegen, ebenso das Spendenaufkommen. „Deshalb benötigen wir jüngere Mitarbeitende, die auch anpacken können. Ab und zu müssen nämlich auch schwere Kartons und Säcke geschleppt werden“, fährt Beate Meyer beim Pressegespräch fort.

Die Arbeitszeiten seien überschaubar, sofern genügend Personal zur Verfügung stehe. „Unsere Pläne sehen im Idealfall alle drei Wochen eine Mitarbeit vor, man kann natürlich auch öfter kommen. Da sind wir sehr flexibel“, sagt Beate Meyer. Die Arbeit sei ehrenamtlich. Das Team habe sich toll entwickelt und man treffe sich auch außerhalb des Sozialzentrums, denn: Auch der Spaß komme nicht zu kurz.

Kleiderspenden können dienstags und freitags zwischen 8.30 Uhr ...

  • Kleiderspenden können dienstags und freitags zwischen 8.30 Uhr und 12 Uhr in der AWO-Geschäftsstelle, Wasserstraße 18, abgegeben wer den.
  • Verkauft wird freitags von 12 bis 15 Uhr und an jedem ersten Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr

„Diese Mentalität stirbt aus“

Die AWO-Vorsitzende Jutta Schmiddem kann das nur bestätigen und dankt den Ehrenamtlichen. „Das sind ganz tolle Menschen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Leider stirbt diese Mentalität mehr und mehr aus.“

Von der Arbeit im Kleiderladen, in dem übrigens jeder einkaufen kann, profitieren nicht nur die Kunden. So wurde der Erlös eines Neuwarenverkaufs im vergangenen Jahr an die polnische Partnerstadt Mlawa (1200 Euro) und an die Viernheimer Tafel (400 Euro) gespendet. Nicht angebotene Kleidung wird einem Haus für Behinderte in der Ukraine übergeben. Das Tierheim bekommt Decken und Handtücher. Außerdem gibt es spontane Hilfe, wie etwa nach einem Wohnungsbrand, wenn die Betroffenen Kleidung benötigen.

„Mit dem Kleiderladen wollen wir aber nicht nur Menschen in Not helfen, sondern auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Getragene Kleidung wird nicht einfach weggeworfen, sondern kann weiterhin verwendet werden. Natürlich sollte es tragbare Mode sein und nichts aus Omas Nachlass. Die neue Besitzerin oder der neue Besitzer freuen sich über solche Schnäppchen“, sagt Petra Lutze.

Arbeitszeiten sind auch noch mittwochs, denn dann werden zwischen 10 und 13 Uhr die abgegebenen Spenden sortiert. Interessierte können sich bei Beate Mayer melden (Mobil 0171 / 6433264) oder im Sozialzentrum vorbei schauen.

Freier Autor

Mehr zum Thema

Soziales Viernheimer Schüler stricken gegen das Frieren

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Handel Händler in Biblis bleiben trotz Krisen positiv gestimmt

Veröffentlicht
Mehr erfahren