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Neujahrsrundgang - SPD informiert sich bei Stadtwerken

18 Millionen fließen ins Kanalsystem

Von 
JR
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Viernheim. Anders als üblich verlief wegen der Corona-Pandemie der traditionelle Neujahrsrundgang der Viernheimer Sozialdemokraten. Statt in der Stadtverwaltung trafen sich die Genossen diesmal bei den Stadtwerken, wo sie sich über den Stand der Arbeiten am Abwasserkanal informierten. Mit dabei waren auch Bürgermeister Matthias Baaß und Erster Stadtrat Jörg Scheidel. Der künftige Kanal hat eine Länge von 2,6 Kilometern und kostet rund 18 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist Ende 2024 geplant. Ein weiteres Ziel der Politiker war der Tivolipark, der zurzeit umgestaltet wird.

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SPD-Fraktionschef Daniel Schäfer freute sich, dass zahlreiche Parteikollegen an dem Rundgang teilnahmen. „Der vergrößerte Abwasserkanal ist natürlich eine Großinvestition für Viernheim. Wir wollten nachschauen, was schon gemacht wurde, und wie es weitergeht.“

SPD-Vertreter informierten sich über die Kanalbauarbeiten. © Othmar Pietsch

Auch Bürgermeister Matthias Baaß ließ sich von den Fachleuten vor Ort die Vorgehensweise erläutern. „Am Bürgerhaus wurde Ende vergangenen Jahres bereits ein Abschnitt fertiggestellt. Mittlerweile sieht man davon nichts mehr, weil alles unter der Erde versteckt ist. Es ist interessant, sich im Vorfeld die Dimensionen der Kanäle und Verbindungsbauwerke anzusehen.“ Nach der Inbetriebnahme der Abwasserkanäle sei die Stadt auch rechtlich abgesichert, sagte Baaß, schließlich sei sie für die ordnungsgemäße Ableitung von Haushalts- und Regenwasser zuständig.

Für Jörg Scheidel war es der erste Termin in seiner neuen Funktion als Baudezernent. „Ich bin gerade dabei, mich in mehrere Themen meines Dezernats einzuarbeiten. Da fehlt natürlich noch die eine oder andere Information“, erklärte der CDU-Politiker.

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Matthias von Allwörden, Prokurist bei den Stadtwerken, erläuterte das Projekt, das wegen der Modernisierungsmaßnahmen in der Weststadt und dem Kreiselbau am Bürgerhaus geändert werden musste. „Wir haben den letzten Abschnitt vorgezogen, damit weitere Straßenbauarbeiten möglich sind. Hier in der Industriestraße wurde der Boden recht tief nach Überresten von Kampfmitteln aus dem Krieg untersucht.“ Da es keine Funde gegeben habe, könne nun gegraben werden.

Mehrere Leitungen verlegt

Daniel Lohbeck, der bei den Stadtwerken für Stadtentwässerung zuständig ist, beschrieb die Rahmenbedingungen. „Viernheim ist recht flach, da muss das Gefälle genau stimmen. Außerdem galt es, Versorgungsleitungen wie Strom, Gas und Telefonkabel umzulegen.“ Darüber hinaus sei der neue Kanal mit den Hausanschlüssen zu verbinden.

Bürgermeister Baaß nannte die Ausarbeitung des Entwässerungsplans eine „technische Meisterleistung“. Er ist die Folge mehrerer Starkregenereignisse, bei denen Straßen unter Wasser standen und zahlreiche Keller vollliefen. JR

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