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Verein

Wieder Lese unter der Madonna

Oeldorf und Vorgänger Höfer helfen fleißig mit

Von 
Gerlinde Gregor
Lesedauer: 
Erfolgreiche Weinlese auf dem Madonnenberg. © Gerlinde Gregor

Schriesheim. Der Verein Weinbau Madonnenberg ist nicht „tot“. Er lebt. Er musste nur während der Coronajahre etwas kürzer treten. Davon sind jedenfalls diejenigen Mitglieder überzeugt, die am Samstag bei lesefreundlichem Wetter die prallen und süßen Trauben ernteten. Einer, der an diesem Samstag zur Rebschere griff, war Friedrich Ewald. Er freute sich mit den anderen Helfern darüber, dass just zu Beginn der Lese der Regen aufgehört und der darauf aufkommende Wind die Trauben getrocknet habe.

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Ewald prognostizierte, dass das über Wochen dauernde sonnige Wetter und die warmen Temperaturen für einen sehr guten Jahrgang sorgen werden. „Jetzt sind schon zwei große Bottiche gefüllt und es wird auch noch einen dritten geben“, konnte er nach knapp zwei Stunden Lese bekannt geben. Und er glaubt fest an die Zukunft des Madonnenbergvereins: „Der Verein wird in absehbarer Zeit wieder Fahrt aufnehmen, und die Aktivitäten werden wie vor Corona wiederbelebt.“

Die pandemiebedingte Ruhepause im gesellschaftlichen Teil des Vereinslebens sei spätestens mit dem Tag der Lese zu Ende. „Ich bin sicher, dass der neue Bürgermeister Christoph Oeldorf wieder Leben in den Verein bringt“, bekannte Ewald und widmete sich weiter seiner Tätigkeit als Hobbywinzer.

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Ihre Liebe zum Madonnenberg hat Isolde Nelles, ehemalige Stadträtin, ebenfalls nicht verloren. „Ich freue mich immer, in einer gutgelaunten Gemeinschaft zusammenzusein, und die Arbeit an der frischen Luft ist einfach traumhaft“, schwärmte sie. Sie wünsche sich von Herzen, dass der Madonnenbergverein weiter bestehe. „Es ist doch etwas Besonderes, wenn eine Gemeinde über einen eigenen Weinberg verfügt.“

Über seine Zukunft und die Spekulationen darüber hüllte sich Bürgermeister Oeldorf noch in Schweigen. Er hatte in diesem Jahr offiziell als Stadtoberhaupt an der Lese teilgenommen. Zum Fortbestand des Vereins ließ er nur verlauten, dass dies keine politische Entscheidung sei, sondern eine des Madonnenberg-Konvents. Er fühle sich hier oben sehr wohl und bedauerte, dass er selbst keinen eigenen Weinberg besitze: „Ich kann mir schon vorstellen, irgendwann mal einen zu besitzen und zu bewirtschaften.“

Über den Zustand der gesunden Trauben freute sich auch Alt-Bürgermeister Hansjörg Höfer, der zugleich Vorsitzender des Vereins ist. „So gesunde Trauben habe wir seit Jahren nicht mehr geerntet. Es wird einen ausgezeichneten, hervorragenden Jahrhundert Sekt geben“, prophezeite er. Auch in den nächsten Jahren werde er stets bei der Lese mitmachen, denn man habe in der Vergangenheit viel Herzblut da hinein gesteckt.

Freie Autorin

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