Schriesheim - Auch Realschule und Grundschule werden digital auf Vordermann gebracht / Fördergelder über 300 000 Euro eingesetzt Kurpfalz-Schulzentrum: Kilometer an Kabeln verlegt

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red/sko
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Schriesheim. Nicht nur die umfangreiche Sanierung des Gymnasiums beschäftigt derzeit die Schriesheimer Stadtverwaltung, sondern auch die beiden weiteren allgemeinbildenden Schulen des Bildungszentrums: Die Kurpfalz-Realschule und die Kurpfalz-Grundschule sind in den vergangenen Wochen während des Lockdowns in einen zukunftsfähigen Zustand versetzt worden, schreibt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung.

Die Arbeiten sind in vollem Gange: Die angelieferten Kabelpritschen an der Kurpfalz-Realschule (v.l.), Kabelstränge an der Grundschule und Arbeiten an der Realschule. © Stadtverwaltung Schriesheim
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Einige Arbeiten schlossen die Zuständigen vor Ort bereits in den zurückliegenden Monaten ab. 2021 und 2022 stehen – neben den gewöhnlichen Instandhaltungsmaßnahmen – weitreichende Digitalisierungsarbeiten an. Ziel ist es, den Standard des Gymnasiums auf die Realschule zu übertragen und auch die Grundschule mit dem infrastrukturellen Rahmen für digitale Unterrichtsmethoden auszustatten.

Für die genannten Ausbauten im Zuge der Digitalisierung an den beiden Schulen sind 300 000 Euro eingeplant, gefördert nahezu gänzlich über den Digitalpakt Schule. Dieser ist eine sogenannte Infrastrukturmaßnahme von Bund und Ländern und verfolgt das Ziel, die Ausstattung mit digitaler Technik in Schulen zu verbessern. Langfristiger Auftrag: Möglichst eine 1:1-Ausstattung mit mobilen Endgeräten für Lehrer und Schüler einzurichten.

Voraussetzung dafür, dass man dieses Mittel bekommt, sind die sogenannten Medienentwicklungspläne: Die zuständigen Personen vor Ort seien gerade dabei, diese Pläne zu erstellen. „Wir sind auf der Zielgeraden, so dass eine Förderung in naher Zukunft zu erwarten ist“, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Um das langfristige Ziel zu erreichen, gilt es, noch weitere technische Grundlagen zu schaffen. Nachdem in den Weihnachtsferien bereits intensive Vorarbeiten stattgefunden haben, gingen die Bauarbeiten während des Lockdowns weiter.

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Diese waren ursprünglich für die Sommerferien geplant, nun begannen sie aber aufgrund der Schulschließungen bereits früher. Aktuell werden in erster Linie Elektro- und Netzwerkleitungen in großem Umfang verlegt: So werden beispielsweise die Netzwerkanschlüsse in den einzelnen Klassenräumen leistungsfähiger ausgebaut. Im Anschluss daran steht die digitale Modernisierung der einzelnen Klassenzimmer an sowie die Neukonzeption der Computerräume. Die Klassenräume bekommen zudem eine digitale Unterrichtsausrüstung.

Projekt bisher im Zeitplan

Das ämterübergreifende Großprojekt sei somit bestens angelaufen, schreibt die Stadt. „Die Abstimmungen mit den verantwortlichen Schulleitungen und Netzwerkberatern verlaufen aus Sicht der Verwaltung komplikationslos“, so Stadtsprecherin Larissa Wagner. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell sehr angespannten Gesamtsituation sei die der Stadtverwaltung entgegengebrachte Flexibilität bemerkenswert. Die Verantwortlichen sind daher zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten. Bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten des Gymnasiums könne also auch die digitale Situation an Real- und Grundschule verbessert werden.

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