Hier reicht Tempo 100

Konstantin Groß unterstützt den Wunsch der A 5-Anwohner

Von 
Konstantin Groß
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Auf der Facebook-Seite dieser Redaktion geht es derzeit richtig rund. Für mächtig Aufregung sorgt dort ein Thema, das der Deutschen noch immer liebstes Kind tangiert: das Auto und, damit verbunden, die Autobahn.

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Dabei ist der Anlass eigentlich total harmlos: der Wunsch von Anwohnern in Schriesheim nach Tempo 100 in Höhe ihres Quartiers. Doch was sie sich deshalb derzeit online sagen lassen müssen, das schießt teilweise schon sehr über das Ziel hinaus.

Natürlich kommt das zentrale Argument, das in solchen Fällen immer angeführt wird, und das sich wie folgt zusammenfassen lässt: Die Autobahn war zuerst da, und die Anwohner haben doch gewusst, wo sie hinziehen.

Keine generelle Autobahn-Kritik

In den meisten derartigen Konfliktfällen trifft dieses Argument ja auch in der Tat zu. In diesem konkreten Fall aber eben nicht: Anwohner wie Winfried Plesch in Schriesheim oder Bernd Zingraff in Ladenburg hatten sich mit der Autobahn durchaus arrangiert und sich daher bislang nicht beschwert; erst als der Lärm nach Abschluss der Sanierung stärker geworden war, gingen sie an die Öffentlichkeit und äußerten den Vorschlag „Tempo 100 für Pkw“.

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Ein guter Vorschlag! Denn die Maßnahme ist kostengünstig und bringt zudem positive Nebeneffekte: geringere Unfallgefahr, mehr Klimaschutz. Nachteile für den Verkehrsfluss sind nicht in Sicht; wir sind hier nicht in Mecklenburg-Vorpommern oder Ostbayern. Soll heißen: Die Autobahnen in einem Ballungsraum wie dem Rhein-Neckar-Dreieck dienen nicht nur dem Fernverkehr, sondern vor allem der Verkehrserschließung dieser Region. Und dafür reicht Tempo 100 allemal.

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