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Schriesheim - Zum 60. Geburtstag von Georg Wacker / 21 Jahre Landtagsabgeordneter sowie Staatssekretär, heute Toto-Lotto-Chef

Erfolgreicher Repräsentant

Von 
Konstantin Groß
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Eigentlich wollte er den Jubeltag in Stuttgarts historischer Markthalle feiern, mit politischen Weggefährten und persönlichen Freunden, allen voran Günther Oettinger, der ihm beides ist. Angesichts von Corona ist das nun nicht möglich. Mit der Familie begeht daher Georg Wacker, Chef von Toto-Lotto Baden-Württemberg und 21 Jahre CDU-Landtagsabgeordneter dieser Region, am Sonntag seinen 60. Geburtstag.

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Georg Wacker im Sommer 2019 bei einem Besuch in Ladenburg. © Konstantin Groß

Geboren als Sohn eines in der gesamten Region bekannten Musikers, tritt Wacker zunächst in dessen Spuren, studiert an der Staatlichen Musikhochschule Mannheim Klavier und Posaune. Nach Wehrdienst im Luftwaffenmusikkorps ist der diplomierte Musiklehrer an verschiedenen Musikschulen im Lande tätig, zuletzt an jener im schwäbischen Renningen, die er auch leitet.

Parallel engagiert er sich früh politisch, in der CDU, wird jüngster Stadtrat von Schriesheim. Seine große Stunde kommt 1995, als der zum Bürgermeister von Dossenheim gewählte Hans Lorenz auf die CDU-Landtagskandidatur verzichtet. Im innerparteilichen Wettbewerb setzt sich Wacker gegen Parteigranden wie den Schriesheimer Siegfried Schlüter und den Hirschberger Ulrich Zeitel durch. 2006 holt er das Direktmandat und wiederholt diesen großen Erfolg noch drei Mal in Folge.

Zentrales Anliegen in Wackers Arbeit für die Region ist der Kampf für den Bau des Branich-Tunnels. Legendär die Szene, als Ministerpräsident Oettinger am 9. Januar 2007, Wackers Geburtstag, in der Fraktion erklärt: „Heute ist Dein Geburtstag, und deshalb sage ich Dir hier und heute: Du bekommst Deinen Tunnel!“ Im Jahr danach ist Baubeginn.

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Auch sonst kommt man in Stuttgart an ihm nicht mehr vorbei. 2005 ernennt ihn Oettinger zum Staatssekretär im Kultusministerium. Dem brillanten Rhetoriker wird eine große Zukunft vorausgesagt. Doch es kommt anders. 2011 verliert die Union die Macht und Wacker den Kabinettsposten. Als die CDU 2016 als Partner der Grünen wieder in die Regierung kommt und das Kultusministerium erhält, gilt Wacker, der im Bereich Bildung die Koalitionsverhandlungen für die CDU leitet, als gesetzt. Doch Landeschef Strobl entscheidet sich für eine Frau, die Stuttgarter Schulbürgermeisterin Susanne Eisenmann – für Wacker das Signal zum Umsteuern. Ende 2017 gibt er sein Abgeordnetenmandat ab und wird Chef von Toto-Lotto Baden-Württemberg. Seither gelingt es ihm, das Unternehmen gegen die Konkurrenz der Internetwetten erfolgreich auf dem Markt zu halten.

Aus der Politik zieht Wacker sich sukzessive zurück. Sein letztes Parteiamt, die Mitgliedschaft im CDU-Landesvorstand, gibt er beim jüngsten Landesparteitag ab. Sein Interesse an der Politik bleibt – ebenso wie die Freundschaften zu vielen derer, die er durch sie kennengelernt hat.

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