Schriesheim - Zum Saisonstart am 1. Juli gelten im Waldschwimmbad strenge Vorschriften / Nur 300 Besucher dürfen auf das Gelände Bis zu drei Stunden Badespaß

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Konstantin Groß
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So wie bei der Saison 2019 wird und soll es im Waldschwimmbad in diesem Jahr nicht werden. © Marcus Schwetasch

Nun ist es definitiv: Das Waldschwimmbad Schriesheim, mit bis zu 65 000 Besuchern pro Jahr eines der größten in der Region, öffnet wieder zum 1. Juli. Verbunden ist die künftige Nutzung jedoch mit einer Vielzahl durchaus komplizierter Vorgaben sowohl im Vorfeld als auch während des Bad-Besuches.

Zeitfenster zur Buchung

  • 8-10 Uhr: IEWS-Mitglieder
  • 10-11 Uhr: Pause
  • 11-14 Uhr: IEWS-Mitglieder und Öffentlichkeit
  • 14-15 Uhr: Pause
  • 15-18 Uhr: Mitglieder/Öffentlichkeit
  • 18-19 Uhr: Pause
  • 19-21 Uhr: Mitglieder
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Das beginnt schon bei der Vorbereitung für den Badespaß. „Es wird eine Onlinereservierung über www. waldschwimmbad-schriese.de geben“, berichtet Kim Koschorreck, Pressesprecher des Trägervereins, der „Interessengemeinschaft zur Erhaltung und Betreibung des Waldschwimmbades“ (IEWS). Zur Reservierungsmöglichkeit für Menschen ohne Internetzugang, vor allem ältere, will sich die IEWS noch eine praktikable Lösung einfallen lassen.

Keine warmen Duschen

Die Buchung soll zwei Tage im Vorfeld des Bad-Besuches erfolgen. Und sie gilt nur für eine bestimmte Zeit. Zu diesem Zweck ist der Tag im Waldschwimmbad in vier „Zeitfenster“ von jeweils zwei (morgens und abends) bzw. drei Stunden (vormittags und nachmittags) eingeteilt.

Nach Ende eines jeden Zeitfensters erfolgt eine einstündige Pause, in der das Bad den Vorgaben des Landes entsprechend desinfiziert und gereinigt wird. Außerdem kann und soll diese Pause sicherstellen, dass alle Besucher, die für das abgelaufene Zeitfenster gebucht hatten, das Bad auch wirklich wieder verlassen. „So soll es für alle fair bleiben.“

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Pro Zeitfenster dürfen sich 300 Personen im Bad aufhalten. „Dabei werden Kinder als volle Person gezählt“, erläutert Koschorreck. Bei den öffentlichen Badezeiten werden 50 Prozent des Kontingents, also 150 Plätze, für Mitglieder des Trägervereins reserviert. „Wir werden die Auslastung beobachten und diesen Wert dann gegebenenfalls in die eine oder andere Richtung anpassen“, so der IEWS-Pressesprecher.

Die in einem separaten Gebäude untergebrachten sanitären Anlagen bleiben geschlossen. Alleine die beiden Toiletten im Gebäude des Lokals werden geöffnet. Das bedeutet: „Es wird keine Möglichkeit zum Warmduschen geben“, bringt Koschorreck es auf den Punkt. Zum Duschen bleibt lediglich das kalte Brausen auf dem Weg in die Becken.

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Im eigentlichen Badebereich selbst bleiben die Sprungblöcke und die Rutsche am großen Becken gesperrt. Gleiches gilt „an Land“ für den Volleyballplatz. Geöffnet werden dagegen die Rutsche im sowie die Spielgeräte am Kinderbecken.

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Die Ehrenamtlichen im Trägerverein sind sich der Probleme bewusst, bei großem Andrang die Abstandsregeln einzuhalten: „Gerade mit Blick auf die Öffnung des Kinderbeckens und der dazugehörigen Spielangebote möchten wir dringlichst alle Besucher auf ihre Eigenverantwortung hinweisen“, betont der IEWS-Sprecher: „Jeder wird selbst dafür zuständig sein, den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten.“ Dieser gelte in den Becken und auf der Liegewiese, an den Spielgeräten und der Rutsche ebenso wie in den Warteschlangen am Einlass und am Kiosk, der übrigens ebenfalls wieder geöffnet sein soll.

Die Organisatoren verbinden ihre Bitte mit einer eindeutigen Mahnung: „Sollten wir merken, dass dies nicht funktioniert, sind wir gezwungen, Konsequenzen zu ziehen“, so Koschorreck: „Die können eine Schließung einzelner Bereiche sein bis hin zu einer dauerhaften Reduzierung der Gäste im Bad.“ Der Trägerverein appelliert denn auch an die Besucher: „Daher bitten wir alle, darauf zu achten, dass wir zu solchen Schritten nicht gezwungen sind.“

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