Glosse Übrigens zur Fasnacht

Von 
Roger Scholl
Lesedauer: 

. . . ist heute – selbst wenn sich keine närrischen Züge durch die Vororte schlängeln und kein „Bumm-Täää“ den möglicherweise nicht ganz so zündenden Gag einer Büttenrede akustisch akzentuiert – Fasnacht. Und an Fasnacht darf man auch in der Rubrik, die Sie gerade lesen, närrisch sein. Unser Beitrag dazu wäre das Wort „Faulturm“. Sie werden sich nun vermutlich fragen, was das soll, oder? In der Tat schreit das Erscheinen dieses Wortes an dieser Stelle des Blatts nach einer Erklärung. Hier kommt sie: Als wir uns neulich mit unserem ältesten Freund unterhielten, kam Fritz, so heißt unser Kumpel, auf den Gedanken, dass manche Worte ja wohl eher selten in unserer Alltagssprache und noch seltener in Zeitungsartikeln auftauchen. Nach einer Erläuterung gefragt, welche Vokabeln er damit meine, kam er eben auf jenen „Faulturm“, den Sie mutmaßlich als elementaren Bestandteil einer Kläranlage identifizieren. Tatsächlich ist in einem „übrigens“ dieser Zeitung unseren hartnäckigen Recherchen nach noch niemals die Rede von Faultürmen gewesen, ja, um es ganz offen zu sagen, tauchten Faultürme bisher noch nicht mal in ihrer Singular-Form auf. Nun, uns war die launige Anmerkung des Kumpels jedenfalls Inspiration und Herausforderung zugleich, diesen Mangel endgültig zu beseitigen. Was hiermit geschehen wäre. Bleibt nur noch, Sie alle mit einem dreifach donnernden „Mannem Ahoi“ zu grüßen und Sie zu ermutigen, heute ein paar Krapfen zu essen, Witze oder – wie wir gerade – baren Unsinn zu erzählen und darüber zu lachen. Denn immerhin eines in diesem „übrigens“ ist unser voller Ernst: Tun Sie das nicht, wird Ihr, ja unser aller Fasnachtsdienstag auch nicht besser. . . Roger Scholl

Redaktion Lokalredaktion, Koordinator Stadtteilseiten