Herzogenried - Neujahrsempfang zum 40-jährigen Bestehen des Stadtteils mit vielen Gästen Stadtteil zeigt sein vielfältiges Gesicht

Von 
Sylvia Osthues
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Bereits zum elften Mal hat der Neujahrsempfang Herzogenried stattgefunden. Bei der gemeinsamen Veranstaltung des Quartiermanagements Herzogenried, der Interessengemeinschaft Herzogenried (IGH) und der Integrierten Gesamtschule Mannheim Herzogenried (IGMH) konnte Quartiermanager Michael Lapp auch die Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei und Wolfgang Raufelder, zahlreiche Stadträte und Bezirksbeiräte sowie Vertreter von Institutionen und Einrichtungen im Stadtteil begrüßen. Der Neujahrsempfang markierte zudem den Beginn von "40 Jahre Herzogenried", das 2015 mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wird.

Ehrunf für Klaus Ullmann (2.v.li.) mit Quartiermanager Lapp, Thomas Trüper (re.) und Christian Specht (li.). Unten: Kinder vom Kinder- und Jugendhaus gestalten das Rahmenprogramm mit Textvorträgen und Tanzeinlagen.

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Positive Wahrnehmung

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Und dieser Stadtteil hat es in sich, wie die multikulturellen Auftritte von Kindern und Jugendlichen beim Neujahrsempfang zeigten. IGH-Vorsitzender Thomas Trüper meinte mit Blick auf die Geschichte des 1975 gegründeten Herzogenried, nach vielen Höhen und Tiefen sei die öffentliche Wahrnehmung des Stadtteils, in dem Menschen aus mehr als 100 Nationen und Kulturen gut und friedlich miteinander lebten, heute deutlich positiver.

Ein Jahr älter als der Stadtteil ist die IGMH. Sie wurde 2014 zusammen mit dem Ludwig-Frank-Gymnasium zur Eliteschule des Sports gekürt, berichtete stolz Hausherr Gerhard Diehl. Der Stadtteil, der im Zuge der Bundesgartenschau 1975 gegründet wurde, verfüge über eine gute Infrastruktur mit Sportanlagen, Kinderhäusern, Schulen, Jugendhaus und Herzogenriedpark, fand Erster Bürgermeister Christian Specht. Die geplante Bundesgartenschau 2023 biete die Chance zur Weiterentwicklung. Zentrales Thema im vergangenen Jahr sei die Stadtbahn Nord gewesen. Bei diesem "Lückenschluss im Straßenbahnsystem" würden gleichzeitig die Leitungen durch die MVV erneuert, was auch eine Frage der Sicherheit sei. Specht bat die Anwohner um Verständnis für die mit der Baumaßnahme verbundenen Beeinträchtigungen.

Auf Turley gehe es schneller als gedacht voran. Durch städtebauliche Qualität mit einem guten Mix aus Hightech-Unternehmen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Mehrgenerationenhäusern und neuen Wohnformen könnte sich dort "ein neues Stück Herzogenried entwickeln", glaubte Specht. Der Dezernent dankte dem Quartiermanagement für die erfolgreiche Netzwerkarbeit sowie der IGH und allen ehrenamtlich Aktiven für ihre Unterstützung.

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Als "Herzogenriedler 2015" geehrt wurde Klaus Ullmann, der die Mannheimer Platte und den Kreuzbund mitbegründet hat, im Elternbeirat der Wilhelm-Busch- und Justus-von-Liebig Schule aktiv war und der bei der Vesperkirche mithilft. Gedankt wurde auch Willi Albert (Herzogenriedler 2007), "der immer da ist, wenn man ihn braucht". Viel Beifall gab es schließlich für die Festrede "40 Jahre Herzogenried" von Dr. Ulrich Nieß, dem Direktor des Stadtarchivs.