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Nord/Waldhof - Initiativen begrüßen Beteiligungsprozess

„Neuer Sandacker“?

Von 
Anke Philipp
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Die Bürgerinitiative Waldhof-West „Alter Waldhof“ und der Fandachverband PRO Waldhof e.V. wollen sich nach der Schließung der Spiegelfabrik im begonnen Beteiligungsprozess engagieren und für einen lebenswerten Stadtteil kämpfen. Das erklärte jetzt Sören Runke vom Dachverband. Für Anwohner und Fans des SV Waldhof Mannheim 07 e.V. bedeute dies, „die Bedürfnisse der Stadtteilbewohner, insbesondere der jungen Generation, zu berücksichtigen und gleichzeitig die imposante Arbeiter- und Fußballgeschichte des Mannheimer Nordens angemessen zu würdigen.“

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Wichtig sei, bei der Entwicklung eines städtebaulichen Konzepts bis Ende 2021 nicht nur die Interessen von Immobilieninvestoren zu berücksichtigen, sondern auch Bürger zu hören: „Das begrüßen wir ausdrücklich“, so Runke nach der ersten digitalen Beteiligungsveranstaltung.

Folgende Punkte sind für den Verein wichtig: Die Errichtung eines Sportplatzes „Neuer Sandacker“ hinter der Waldhof-Schule und der unbefristete Bestandschutz für das Sportgelände „Schlammloch“ an der Altrheinstraße. Außerdem wünscht sich der Dachverband, dass das denkmalgeschützte „Spiegel-schlössl“ zu einer Begegnungsstätte für die Menschen des Stadtteils, inklusive Museum für Industrie- und Fußballgeschichte weiterentwickelt wird. „Wie in kaum einem anderen Bezirk lassen sich bei uns Tradition und Zukunft verknüpfen. Wir möchten einen Fußballplatz hinter der Waldhof-Schule, der von den Schülern und Anwohnern genutzt werden kann. Mit dem Namen ‚Neuer Sandacker‘ können wir zudem ein Andenken an die glorreiche Sportgeschichte unserer Stadt schaffen“, so Jürgen Kurtz, Sprecher der Bürgerinitiative Waldhof-West.

Platz für Geschichte und Zukunft

Auf dem historischen ‚Sandacker‘ spielten einst Fußballgrößen wie Seppl Herberger oder Albert Brückl. „Und in Zukunft können hier unsere neuen Helden das Kicken lernen“, so Kurtz. Außerdem wollen die Initiativen die Fußballtradition überall dort erhalten, wo noch heute Geschichte hautnah erlebbar ist. „Das Spiegelschlössl auf dem Luzenberg und der Sportplatz ‚Schlammloch‘ an der Altrheinstraße sind die Urzellen unseres SV Waldhof und von unbezahlbarem ideellen Wert“, sagt Runke und betont: „Der beteiligungsorientierte Prozess gibt uns die Möglichkeit, für den Erhalt dieser wichtigen Orte einzutreten. Wir sind uns sicher: Auf dem Waldhof ist Platz für Geschichte und Zukunft.“

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Runke verweist auf die Eröffnung des Seppl-Herberger-Platzes 2015. Bürgerinitiative und Fandachverband hätten sich dabei für die Neugestaltung des unansehnlichen Platzes eingesetzt und hierfür die Stadt Mannheim, den Deutschen Fußball Bund und den SV Waldhof als Bündnispartner gewonnen. Runke: „Das Ergebnis war ein neuer Platz mit Aufenthaltsqualität für Jung und Alt, der gleichzeitig an eine der größten Fußball-Legenden der Stadt erinnert.“

Redaktion Mitglied der Lokalredation, seit 1991 zuständig für den Bereich Mannheim-Mitte mit den Stadtteilen Innenstadt, Jungbusch, Neckarstadt-West und-Ost, Schwetzingerstadt, Oststadt, Neuostheim und Neuhermsheim.

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